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In Europa ist Italien neben Deutschland, Frankreich und Großbritannien das wichtigste Industrieland. Weltweit gesehen liegt Italien auf dem siebten Rang der wichtigsten Handelsnationen. Mit Dienstleistungen werden rund 70 % des italienischen Bruttoinlandsproduktes (BIP) erwirtschaftet. Die Industrie trägt rund 21 % zum BIP bei, die Bauwirtschaft 6 % und die Land- und Forstwirtschaft sowie die Fischerei 2 %. Die Höhe des italienischen BIP lag 2009, nach Schätzungen des Instituts für Studien und Wirtschaftsanalysen ISAE in Rom, bei 1.535 Mrd. Euro. Während die Wirtschaft in Italien in den Jahren 2006 und 2007 BIP-Wachstumsraten von 1,9 % bzw. 1,5 % jährlich erfuhr, schrumpfte die Wirtschaft 2008 aufgrund der Wirtschafts- und Finanzkrise zunächst um einen Prozentpunkt, 2009 dann um 5 %. Für 2010 und 2011 geht das ISAE von einem Wachstum von 1 % bis 1,4 % bei einer deutlichen Erholung der Weltwirtschaft aus.
Rund 60 % der italienischen Exporte gehen in die Europäische Union, wobei Deutschland weiterhin der mit Abstand wichtigste Handelspartner Italiens ist. Das bilaterale Handelsvolumen erreichte 2009 einen Gesamtwert von 90,7 Mrd. Euro. Aus deutscher Sicht ist Italien damit der fünftwichtigste Handelspartner weltweit. Die weiteren wichtigen Handelspartner Italiens sind Frankreich, Spanien, China, die USA sowie Großbritannien.
Die bedeutendsten Exportgüter Italiens sind Maschinen und Maschinenbauerzeugnisse, Metalle und Metallbauerzeugnisse, Textilien und Bekleidung, Transportmittel, Kunststoff- und nichtmetallische Mineralerzeugnisse, Chemieerzeugnisse, Elektronik- und Präzisionsapparate sowie Nahrungsmittelprodukte. Beim Import spielen insbesondere Chemieerzeugnisse, Elektro- und Präzisionsausrüstung, Maschinen und Anlagen sowie Metalle und Metallprodukte eine herausragende Rolle.
Im Gegensatz zu Frankreich und Großbritannien mit ihren jeweiligen Hauptstadtregionen weist Italien eine geringere Konzentration der Wirtschaftszentren auf. Vielmehr sind vitale Wirtschaftsräume im ganzen Land zu finden, wenngleich ein deutliches Nord-Süd-Gefälle besteht. Rund 45 % des BIP werden in Norditalien erwirtschaftet, ca. 60 % des italienischen Im- und Exports entfallen auf den Norden des Landes (Quellen: Auswärtiges Amt, gtai, ISAE).
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