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Die Maghreb-Union

"Maghreb" bedeutet wörtlich aus dem arabischen übersetzt "Westen". Die westmoslemischen Staaten Nordafrikas, Tunesien, Algerien und Marokko, bilden den Kern des Maghreb-Raumes. Der Maghreb-Union gehören darüber hinaus Libyen und Mauretanien an. Ziel der 1989 gegründeten Union ist die Schaffung einer Freihandelszone.
Algier Obwohl die Maghreb-Staaten dieselbe geschichtliche, kulturelle und religiöse Vergangenheit teilen, bilden sie heute alles andere als eine homogene Gruppe. Abgesehen von unterschiedlicher Größe, Bevölkerungszahl, Vorkommen an Bodenschätzen haben sie sich in ihrer näheren Vergangenheit politisch doch sehr unterschiedlich entwickelt. Dies spiegelt sich in den Beziehungen zur EU, in der Einbettung in die Weltwirtschaft, im sozialen Frieden, in den Bemühungen bei der Verbesserung des allgemeinen Wohlstandes wider und beeinflusst die wirtschaftlichen Möglichkeiten dieser Länder, damit auch die Möglichkeiten des Außenhandels und somit auch die Messeaktivitäten nachhaltig.
Die politischen Verhältnisse und wirtschaftlichen Potenziale finden ihren Niederschlag in der Messewirtschaft. Algier und Tunis sind demnach nicht nur die Wirtschaftszentren der Maghreb-Union, hier finden auch die für die Region bedeutenden Messen statt.
In der jüngeren Vergangenheit ist in Algerien und Tunesien eine stattliche Zahl an Fachmessen ins Leben gerufen worden. Für ausländische Aussteller sind sie - abgesehen von den führenden Branchen - noch ohne große Bedeutung. Das Interesse konzentriert sich im Großen und Ganzen weiterhin auf die beiden großen Universalmessen Foire International d'Algier und Foire International de Tunis. Die Internationale Messe in Algier hatte 2005 z.B. über 1.500 Aussteller auf 75.000 m² vermieteter Fläche und rund eine halbe Mio. Besucher. Große Fachmessen (z.B. die SIHER - International Hotel and Restaurant Industry Exhibition, Tunis) der Maghreb-Union liegen zwischen 3.000 und 4.000 m², wobei die Aussteller- und Besucherzahlen je nach Branche deutlich schwanken können.
Grenzüberschreitender Fachbesucherverkehr innerhalb der Region ist in Ermangelung geeigneter Fachmessen von keiner großen Bedeutung.
Stand: 2/2006
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