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Algerien - Politik & Wirtschaft

Die Demokratische Volksrepublik Algerien ist 1962 aus einer französischen Kolonie hervorgegangen, mit einer zentralistisch sozialistischen Planwirtschaft. Nach einem Volksaufstand in 1988, führten umfassende Reformen ein Jahr später zur Annahme einer demokratischen Verfassung (Trennung von Partei und Staat, parlamentarische Verantwortung, Pluralismus, politische Freiheiten und Garantien der Menschenrechte). Mittlerweile ist Algerien politisch gefestigt und gilt als Regionalmacht in Nordafrika und im arabischen Raum.
Algier Algerien hat mit knapp 60 Mrd. US$ in 2002 auch das mit Abstand größte Bruttoinlandsprodukt; das Prokopfeinkommen fällt allerdings niedrig aus, das Land ist mit 32 Mio. Einwohnern auch das bevölkerungsreichste der Maghreb-Union. Die algerische Wirtschaft wird bestimmt vom Erdöl- und Erdgasexport. 97 % der Exporteinnahmen stammen aus dem Export dieser Kohlenwasserstoffe. 30 % des Bruttoinlandsproduktes werden in diesem Industriezweig erwirtschaftet. Da diese Industrie nicht beschäftigungsintensiv ist, herrscht eine hohe Arbeitslosigkeit von 23 %.
Die Regierung hält den marktwirtschaftlich geprägten Reformkurs bei und strebt an, Wachstum und Beschäftigung außerhalb des Energiesektors zu schaffen. Gezielte staatliche Programme sollen kleine und mittlere Unternehmen sowie die Landwirtschaft unterstützen. Steigende Preise für Kohlenwasserstoffe sind eine gute Ausgangsbasis für eine Diversifizierung der algerischen Wirtschaft.
Stand: 2/2006
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