Regionale Messeplätze in Russland
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Der RUEF unterteilt den Messemarkt der Russischen Föderation in den Südlichen Föderalen Bezirk, Föderalen Wolga-Bezirk, Föderalen Ural-Bezirk, Föderalen Bezirk Sibirien und Föderalen Bezirk im Fernen Osten. In der südlichen Region, zu denen u. a. die Städte Rostov-am-Don, Krasnodar und Sotschi zählen, organisieren rund 20 Veranstalter etwa 220 Messen und Ausstellungen in acht Städten der Region. Daran beteiligen sich etwa 16.000 Ausstellern auf rund 200.000 m². In der Wolgaregion gibt es 27 Messeveranstalter, die etwa 400 Veranstaltungen auf insgesamt 282.000 m² in 17 Städten der Region anbieten. Die größten Messegelände besitzen Nishni Novgorod, Ufa, Kazan, Perm und Samara. In fünf Städten der Region im Ural, wie Ekaterinburg, Tjumen und Cheljabinsk, organisieren 12 Veranstalter mehr als 260 Messen und Veranstaltungen auf etwa 112.000 m². In der sibirischen Region werden in 10 Städten 330 Messen von 12 Veranstaltern auf 250.000 m² durchgeführt. In den führenden Messestädten wie Novosibirsk, Barnaul, Krasnojarsk, Irkutsk und Omsk stellen 22.000 Unternehmen aus. Im Fernen Osten gibt es laut RUEF 12 Messeveranstalter, die 85 Messen in fünf Städten der Region organisieren, wie z. B. in Wladiwostok.
In den Regionen wird verstärkt in die Infrastruktur investiert. So erweiterte die KrasnodarEXPO 2007 die überdachte Ausstellungsfläche mit der Eröffnung eine neuen Pavillons auf 18.200 m². Expo-Volga in Samara erweitert die Hallenflächenkapazität von 4.000 m² auf 5.000 m² bis 2010, und BashEXPO in Ufa plant 15.000 m². Im Mai 2008 erwarb die britische ITE Group, London, zu 100% Siberian Fair in Novosibirsk. Bis 2010 soll dort ein neues Messegelände mit zunächst 20.000 m² Hallenfläche errichtet werden. ITE Siberian Fair hat das Ziel, das bestehende Portfolio von rund 30 Fachmessen auszubauen. ITE ist bereits seit vielen Jahren erfolgreich auf dem russischen Markt, insbesondere in Moskau, tätig. Ihre Fachmessen organisieren sie überwiegend mit der deutschen Tochter GiMA aus Hamburg. Zu den größten zählen MosBuild, MITT, TransRussia und Worldfood in Moskau.
Parallel zum Ausbau der Infrastruktur setzen die Regionen auf das Wachstum von Branchenmessen, wobei insbesondere auf die vorhandenen natürlichen Ressourcen und industrielle Standorte gesetzt wird. Im Wolgagebiet finden z. B. überwiegend Fachmessen zum Flugzeugbau, Umweltschutz und Lebensmittelverarbeitung statt. In der südlichen Regionen wachsen Branchenmessen zur Nahrungsmittelindustrie und Infrastruktur/Transport, im Ural/Westsibirien sind die Erdöl-, Erdgasindustrie neben dem Bergbau und Metallurgie wichtige Themenlieferanten und der Ferne Osten/Sibirien behandelt überwiegend die Bereiche Holzverarbeitung, Bau und Verteidigungsindustrie. Die russische Zentralregion ist für die Hochtechnologie, Bildung/Wissenschaft und den Tourismus zuständig.
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Stand: 9/2009
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