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Messewirtschaft

Die Republik Südafrika besitzt eine für den afrikanischen Kontinent ausgeprägte Messewirtschaft. Sie hat ihren Ursprung in den Universal-, Agrar- und Mehrbranchenmessen, die noch bis in die 1960er Jahre das südafrikanische Messewesen prägten. Bedeutendste Messe war die Rand Show, eine Konsumgütermesse, die auch heute noch stattfindet. Allerdings genießt sie schon lange nicht mehr den einstigen Stellenwert.
Sandton Convention Center Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre erfuhr das südafrikanische Messewesen parallel zur Industrialisierung des Landes einen Wandel hin zu Fachmessen. Eine der ersten Fachmessen mit internationalem Renommee ist die 1974 gegründete ELECTRA MINING - International South African Mining, Electrical Engineering, General Industrial and Materials Handling Exhibition in Johannesburg. Die von Specialised Exhibitions Pty. Ltd. organisierte Messe ist nicht nur die mit Abstand wichtigste Bergbaumesse Afrikas, sie gehört mit rund 25.000 m² zu den größten Fachmessen des Kontinents überhaupt.

Die Messewirtschaft hat sich seitdem zu einer wichtigen Dienstleistungsbranche für Südafrika etabliert. Nach einer von der EXSA - Exhibition and Event Association of Southern Africa und der Johannesburg Tourism Company (JTC) bei Grant Thornton South Africa in Auftrag gegeben Studie verzeichneten alle befragten südafrikanischen Veranstaltungsgelände ein jährliches Umsatzwachstum von 7,5 % bis 10 %. Umsätze aus dem Messegeschäft machen im Durchschnitt 49 % des Gesamtumsatzes des Veranstaltungsplatzes aus. Die Übernachtungszahlen aufgrund von Messen induzieren rund 1,27 Mrd. Euro. 2006 registrierten die 120 größten südafrikanischen Messen (Fach- und Verbraucherausstellungen) 25.918 Aussteller (davon 1.987 aus dem Ausland) und 3,7 Mio. Besucher (davon 18.843 ausländische). Sie belegten eine Fläche von 748.341 m2. Laut dieser Studie werden jährlich weitere etwa 1.800 kleine Messen und messeähnliche Veranstaltungen wie Confexes (Konferenzen mit einem signifikanten Ausstellungsteil) in Südafrika durchgeführt. Diese Messen kommen zusammen auf 63.000 Aussteller und 1.575.000 Besucher.

Diese große Anzahl von Messen schließt auch kleine und lokale Veranstaltungen ein. Nur etwas mehr als 30 Messen aus Südafrika haben deshalb in die vom AUMA veröffentlichte Messedatenbank Aufnahme gefunden, die die für die deutsche Wirtschaft wichtigsten Messen abbildet.

Die Besucher südafrikanischer Messen kommen meistens aus der Messestadt und deren Umland, nur etwas mehr als ein Sechstel der Besucher ist von außerhalb. Der Anteil ausländischer Besucher ist verschwindend klein.

Die Qualität der südafrikanischen Messedienstleistungen ist als gut zu bezeichnen. Für deutsche Beteiligungen in der Subsahara, wie z.B. an der FILDA - Internationale Messe in Luanda, Angola, sind schon seit Jahren auch südafrikanische Standbauunternehmen tätig, wie z.B. Intermesse (Pty) Ltd., Kempton Park.


Stand: 8/2008


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