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Wirtschaft & Messewirtschaft

Das jährliche Bruttosozialprodukt der USA liegt in der Größenordnung von 14.000 Mrd. USD. Für die deutsche Wirtschaft ist die USA traditionell einer der wichtigsten Handelspartner für sämtliche Branchen. Deutschland exportierte in 2008 Werte in Höhe von 71,5 Mrd. Euro in die Staaten und bezog aus den USA Werte in Höhe von 46,1 Mrd. Euro. Wegen der Größe des Landes und auch historisch bedingt fällt der Anteil des Außenhandels verglichen mit dem Bruttosozialprodukt aber deutlich niedriger aus als mit kleineren Industrienationen.
Javits Center New York Die US-Messewirtschaft spiegelt die allgemeinen wirtschaftlichen Bedingungen der US-Wirtschaft, in der Regel allerdings unterproportional und zeitverzögert. Auch politische Ereignisse wie der 11. September 2001 fanden in der Vergangenheit ihren Niederschlag nicht nur in der Wirtschaft allgemein sondern auch in der Messewirtschaft.

Aktuelles Beispiel ist die Finanz- und Wirtschaftskrise 2008. Seit Bekanntwerden des Ausmaßes wurde in US-Fachkreisen ausgiebig über die Auswirkungen auf die Messewirtschaft diskutiert, meistens mit dem Hinweis, dass aufgrund der Entscheidungshorizonte erst in 2009 das volle Ausmaß erkennbar werde. Anfang 2009 stellt sich das Bild moderat dar. Große Veranstaltungen, wie die CES - International Consumer Electronics Show , Las Vegas, haben zwar an Aussteller, Fläche und Fachbesucher verloren, allerdings weniger dramatisch als zum Teil prognostiziert. Andere Messen, wie z.B. die ISPI - eine Messe für berufliche Ausbildung -, die Jahre lang parallel zur Konkurrenzmesse des befreundeten Veranstalterverbandes ASTD stattfand, wurde in die ASTD integriert. Ob bzw. wann diese Zusammenlegung auch ohne Krise erfolgt wäre, ist mit einem Fragezeichen zu versehen. Die US-Verbraucher sparen wie seit langem nicht mehr. Insgesamt wird von US-Experten davon ausgegangen, dass konsumgüternahe Veranstaltungen von der Krise eher und stärker betroffen werden als investitionsgüternahe. Große Konsumgütermessen bestätigten Anfang 2009 diese Prognose: Die Januarveranstaltung der Modemesse MAGIC Marketplace schrumpfte von drei Hallen im Jahr 2008 auf zwei Hallen im Jahr 2009. Die Besucherzahlen sanken nach Angaben des Veranstalters um 30 %. Dennoch wurde "business as usual" verkündet. Die größte amerikanische Schuhmesse WSA hatte bereits im Vorjahr mit einem Aussteller- und Besucherrückgang zu kämpfen. Dieser Trend setzte sich im Februar 2009 deutlich fort. Es kann aber auch über positive Entwicklungen berichtet werden. So befinden sich die Solar Power und die Windpower aufgrund knapper werdender fossiler Energieträger, verschärfter Umweltgesetze und dem American Recovery and Reinvestment Act of 2009 stark im Aufwind. Die Windpower 2009 wurde aus vom ursprünglichen Veranstaltungsort Minneapolis nach Chicago verlegt, da das Minneapolis Convention Center nicht ausreichend Kapazitäten bereitstellen konnte.
Die positiven wirtschaftlichen Effekte der 200 größten US-Messen auf die Messestädte (Host-Cities) werden für das Jahr 2008 in der TSW 200, einer jährlichen Untersuchung der Tradeshow Week, auf 6,3 Mrd. USD veranschlagt. 1,84 Mrd. USD machte die Flächenmiete aus.

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Stand: 5/2009
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