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Messegelände
Die US-Hallenkapazitäten stiegen im Zeitraum August 2007 bis Juli 2008 moderat um 3 % auf 7,42 Mio. m². Diese Zahl wurde im September 2008 in "Major Hall Directory" von der Tradeshow Week veröffentlicht. Das Verzeichnis berücksichtigt Gelände ab einer Größe von 2.300 m² Bruttohallenkapazität. Insgesamt flossen Daten von 422 US-Geländen in diese Übersicht ein, inklusive Hotelausstellungsmöglichkeiten. Die US-Bruttohallenkapazitäten setzen sich zusammen aus 6,36 Mio. m² Bruttoausstellungsfläche in Ausstellungs- und Convention-Centern und gut 1,06 Mio. m² Brutto-Hotelausstellungsfläche, die also ein Siebtel der gesamten Hallenkapazität ausmacht.
Die Convention Center sind durchweg mit umfangreichen, modernsten und multifunktionalen Kongress- und Konferenzmöglichkeiten ausgestattet.
Freigelände spielt in den USA fast keine Rolle, abgesehen von einigen wenigen Bau- und Bootsmessen.
Sechs US-Gelände besitzen mehr als 100.000 m² Ausstellungsfläche. Der Chicagoer
McCormick Place
behauptet sich seit seiner Eröffnung als größter US-Messeplatz. Nach mehreren Erweiterungsmaßnahmen stellt er heute 248.141 m² Bruttohallenkapazität für Messen zur Verfügung. An zweiter Stelle folgt das
Orange County Convention Center
in Orlando, FL (190.875 m²). Platz drei belegt das
Las Vegas Convention Center
(184.456 m²).
Wie der Tabelle zu entnehmen ist, hat Las Vegas zwar nicht das größte, dafür aber gleich drei Messegelände unter den größten 10. Als Messestadt besitzt Las Vegas somit die meiste Ausstellungskapazität (10 % der gesamten US-Kapazitäten). Im Zentrum stehen drei Convention Center, das Las Vegas Convention Center (184.456 m²), das
Sands Expo & Convention Center
(96.245 m²) und das
Mandalay Bay Resort & Casino
(86.871 m²). Weitere 17 kleinere Gelände, darunter zahlreiche Hotelausstellungsmöglichkeiten, die meisten von ihnen mit weniger als 10.000 m², ergänzen das Angebot an Hallenkapazitäten. Die Hardware-Kapazitäten bilden das Fundament für die unter Messeaktivitäten und Messequalität beschriebene Konzentration der größten Messen auf Las Vegas.
Trotz einer schwachen US-Wirtschaft ist eine weitere moderate Zunahme der US-Ausstellungskapazitäten 2009 zu erwarten. Seit August 2008 sind bereits vier neue Gelände bzw. Hotelkapazitäten von rund 30.000 m² eröffnet sowie Erweiterungen von fast 70.000 m² fertig gestellt worden. Größte Einzelmaßnahme war die Erweiterung des
Phoenix Convention Center
, dessen Fläche um 40.877 m² von 23.226 m² auf 64.103 m². 2009 sollen fünf kleine Gelände mit zusammen weniger al 20.000 m² eröffnet werden und Erweiterungen um insgesamt etwas mehr als 26.000 m² fertig gestellt werden.
Fünf weitere Gelände sollen 2010 eröffnet werden. Drei Geländeerweiterungen sind bislang auf der Agenda für 2010.
Die US-Messegelände befinden sich zu 37 % in privater Hand, zu 32 % gehören sie der Stadt, zu 11 % dem Landkreis (county), zu 9 % dem Bundesstaat, zu 3 % Regierungsbehörden / -agenturen. Die verbleibenden 8 % sind sonstige Eigentumsformen oder Kombinationen an Eigentum. 63 % der Geländebetreiber sind private Unternehmen. 16 % der Gelände werden von der Stadt, 4 % vom Landkreis, 6% vom Bundesstaat, 5 % von Regierungsbehörden/ -agenturen betrieben. Die restlichen 6 % sind andere Formen oder Kombinationen am Eigentum.
Unter den neuen in der Planung und Entwicklung befindlichen Messegeländen ist derzeit ein verstärktes Engagement privater Investoren zu beobachten. Insbesondere sind es Hotel-Bauträger. Von 25 im Herbst 2008 in Planung und Bau befindlichen neuen Geländen werden 13 privat finanziert. Von den sechs fertig gestellten Geländen (August 2007 bis Juli 2008) waren drei privat finanziert, von den acht fertig gestellten Erweiterungen sind sieben privat. Die derzeit in Planung befindlichen Erweiterungen sind allerdings durchweg öffentliche Projekte, so dass kein anhaltender Trend hin zu privat finanzierten Geländen erkennbar ist.
Stand: 5/2009
Deutsche Messewirtschaft
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