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Kosten
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Der Mietpreis pro sqft. reine Fläche liegt zwischen 2,15 USD und 61,00 USD (ca. 23,14 - 656,60 USD/m²). Er hängt von der Branche, dem Messegelände und der Bedeutung der Messe ab. Besonders teuer sind Informatikmessen und Messen mit stark wissenschaftlichem Charakter. Für die Vergabe und Platzierung der Fläche kommen verschiedenste Modalitäten zur Anwendung. Weit verbreitet ist das "Senioritätsprinzip", nach dem langjährige Aussteller bevorzugt werden.
Der Einfluss der Gewerkschaften auf den US-Messegeländen ist groß. Die meisten Convention- und Ausstellungsgelände haben Verträge mit den Gewerkschaften abgeschlossen. Diese regeln,
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welche Berufsgruppe für welche Art Arbeiten einzusetzen ist,
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wie viele Gewerkschaftsmitglieder für fest definierte Auftragsvolumina einzusetzen sind,
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ab welcher Standgröße ein Aussteller seinen Stand nicht mehr ohne Gewerkschaftsmitglieder aufbauen darf,
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ab wann Überstundentarife zu zahlen sind.
Je nach Gewerkschaften sind deutliche regionale Tarifunterschiede zu erkennen. Manchmal lenkten Gewerkschaften mit ihren Vorstellungen erst ein, nachdem Veranstalter großer Messen mit Abwanderung drohten.
Um von Kosten auf dem Messegelände nicht im Nachhinein überrascht zu werden, sollten sich Aussteller sorgfältig mit dem am Messeplatz gültigen Regelwerk beschäftigen. Erschwert wird ein Vergleich dadurch, dass auf den Geländen für gleichartige Inhalte durchaus unterschiedliche Begrifflichkeiten verwendet werden können.
Das Preisgefälle zwischen den Geländen wird im Folgenden beispielhaft an den Löhnen für Zimmerleute veranschaulicht. Die durchschnittliche reguläre Stunde liegt bei 81,67 USD. Die Spanne zwischen dem Preiswertesten und Teuersten beträgt mehr als 100,00 USD. Während in Louisville, Kentucky 45,00 USD pro Stunde zu zahlen sind, sind es in New York 147,75 USD. Für Sonntagsarbeit werden in New York 259,00 USD pro Stunde verlangt, Überstunden an Werktagen sind mit 203,25 USD etwas günstiger.
Nicht in allen Top-Messeplätzen sind auch solche Top-Preise zu zahlen. Las Vegas liegt mit 74,92 USD für reguläre Arbeitszeiten und 133,58 USD für Sonntagsarbeit sogar leicht unter dem Durchschnitt.
Die sogenannte Drayage-Gebühr ist als weiterer Kostenblock und US-Spezifikum hervorzuheben. Auf Messegeländen ist dies eine zusätzliche Gebühr für den Transport von Kisten von der Laderampe zum eigenen Messestand, dem Wegbringen und Verstauen der leeren Kisten vor und während der Messe und dem Rücktransport der gepackten Kisten zur Laderampe. Die Kosten für diese Leistung werden in einem Vertrag zwischen dem Messeveranstalter und dem Drayage-Unternehmen (in der Regel eine Gewerkschaft) festgelegt. Die Preiskomponenten sind Gewicht (CWT in hundred pounds) und die Zeit. Gewöhnlich haben die Messegelände ein Minimumgewicht festgelegt, das auf jeden Fall in Rechnung gestellt wird. Kommt die Fracht spät, wird ein Überstundenaufschlag berechnet.
US-Messeveranstalter entlasten sich gerne von Kosten, die ihnen durch Leitungen der General-Subcontractor (u. a. Gangteppiche und Wegeleitsysteme) entstehen, duch Berechnung der Drayage, die sie an die Aussteller weiterberechnen.
Auch die anderen Kosten für Leistungen und Dienste auf Messegeländen, z.B. für Standmöblierung oder Catering variieren zwischen den Messegeländen erheblich.
In den USA wird auf den Standbau weniger Wert gelegt als z.B. in Europa. Dies kann auf die Convention-Tradition zurückgeführt werden. Die hohen Dienstleistungs-Kosten auf dem Messegelände sowie die kurzen Auf- und Abbauzeiten auf amerikanischen Messen tragen zusätzlich dazu bei, dass aufwendigere Standkonzepte oft nicht zum Zuge kommen. Die früher üblichen einfachen "Pipe and Drape" Konstruktion sind aber heute auch nicht mehr Standard. Sie sind größtenteils Messeständen mit einfachem Standbau gewichen. Auf den großen Branchenmessen ist auch eine Angleichung an europäische Standards erkennbar.
Die Dienstleister (Contractor) sind oftmals vom Gelände vorgegeben, der Aussteller hat dann keine Wahl. Sind die Dienste zu teuer, dann sind Kosten nur über das Auftragsvolumen zu beeinflussen.
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Stand: 5/2009
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