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Wirtschaft

Spaniens Bruttoinlandsprodukt (BIP) wächst mit einer Rate von 3,9 % im Jahr 2006 wie auch in den Jahren zuvor deutlich über dem EU-Durchschnitt (EU27: 3 % im Jahr 2006). Unterschiedliche Prognosen sehen auch für die kommenden Jahre Wachstumsraten zwischen 3,4 % und 3,7 % voraus. Hauptmotoren des derzeitigen Wachstums sind der durch steigende Löhne und niedrige Realzinssätze angetriebene private Konsum einerseits und die insbesondere durch öffentliche Investitionen in die Infrastruktur belebte Bauwirtschaft andererseits. So machte 2006 das Bauwesen 10,9 % des spanischen BIP aus. Der Dienstleistungssektor erwirtschaftete knapp 60 % der insgesamt 967,9 Mrd. Euro.
Barcelona Montjuic Dagegen ist der Beitrag des Außenhandels zum BIP negativ, denn die spanischen Importe übersteigen die Exporte des Landes bei weitem. 2006 belief sich Spaniens Handelsbilanzdefizit auf 89,7 Mrd. Euro. Zudem steigen die Importe des Landes in größerem Maße als die Exporte und erreichten 2006 mit einer Gesamtsumme von 259,6 Mrd. Euro einen Zuwachs von 16,5 % im Vergleich zum Vorjahr. Demgegenüber betrugen die spanischen Exporte 2006 nach einem Wachstum von 10,5 % seit 2005 lediglich 169,9 Mrd. Euro. Zu den bedeutendsten Einfuhrgütern zählen Fahrzeuge, Maschinen sowie Nahrungs- und Genussmittel.

Wichtigstes Lieferland für Spanien ist Deutschland gefolgt von Frankreich, Italien, China und Großbritannien. Die deutschen Exporte nach Spanien beliefen sich im Jahr 2006 auf 42,16 Mrd. Euro und stiegen damit im Vergleich zum Vorjahr um lediglich 4,3 % an, nachdem sie in den beiden Vorjahren jeweils über 11 % zunahmen. Insbesondere Fahrzeuge, Maschinen, elektronische und elektrotechnische Erzeugnisse aus Deutschland werden am spanischen Markt nachgefragt. Die Investitionsgüternachfrage soll auf mittlere Sicht um weitere ca. 5 % ansteigen und im Industriesektor ist man weiterhin um Modernisierung und Rationalisierung bemüht. Im Dienstleistungsbereich sollen kräftige Impulse unter anderem vom Tourismus, dem Transport- und Verkehrswesen, dem Finanzsektor und dem gesamten IT-Bereich ausgehen.
Stand: 8/2007
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