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Wirtschaft
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Die Türkei zählt wie etwa Brasilien, China, Indien und Russland zur Gruppe der Länder mit überdurchschnittlichen Wachstumsraten. So nahm das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Türkei zwischen 2002 und 2006 um durchschnittlich 7,2 % pro Jahr zu. Auch wenn die Erwartungen für den Zeitraum 2008 bis 2010 auf ein jährliches Wirtschaftswachstum von 5,6 % zurückgehen, bietet der türkische Markt insbesondere für deutsche Firmen weiterhin ein erhebliches Potential.
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Das derzeitige Wachstum - für das Jahr 2008 gehen der IWF und die türkische Regierung von einer Zunahme des BIP um 5,5 % bis 6,0 % aus - wird insbesondere von stark zunehmenden Exporten und intensiver Investitionstätigkeit, sowohl staatlicherseits als auch von Seiten der Privatwirtschaft, getragen. Von der Investitionsfreude profitiert in erster Linie die Bauwirtschaft, aber auch die Nachfrage nach Energie- und Umwelttechnik sowie Maschinen steigt dadurch deutlich an. Eine Vielzahl von Großprojekten, etwa in den Bereichen der Gebäude-, Energie- und Verkehrsinfrastruktur, sind geplant. Auch der Einzelhandel entwickelt sich dynamisch, wozu die junge und konsumfreudige Bevölkerung des Landes beiträgt.
Im Jahr 2007 erwirtschaftete die rund 74 Millionen Menschen umfassende Bevölkerung der Türkei, Prognosen zufolge, ein BIP von 339 Mrd. Euro. Da die türkischen Importe wie auch in den Vorjahren die Exporte des Landes überstiegen, ist der Beitrag des Außenhandels zum BIP traditionell negativ. 2007 belief sich das Handelsbilanzdefizit der Türkei bei einem Gesamtvolumen des Außenhandels von 190,7 Mrd. Euro auf 43,2 Mrd. Euro. Dabei stiegen die Exporte des Landes 2007 in größerem Maße als die Importe und erreichten mit einer Gesamtsumme von 73,7 Mrd. Euro einen Zuwachs von 25,3 % im Vergleich zum Vorjahr. Wichtigste Exportgüter sind Maschinen und Fahrzeuge sowie Vorerzeugnisse wie etwa Textilien, Eisen und Stahl. Demgegenüber betrugen die türkischen Importe 2007 nach einem Wachstum von 21,8 % seit 2006 insgesamt 116,9 Mrd. Euro. Zu den bedeutendsten Einfuhrgütern zählen Maschinen, Fahrzeuge und Fahrzeugteile, Chemische Erzeugnisse sowie Vorerzeugnisse wie Eisen und Stahl oder Textilien. Die Tatsache, dass die Ausfuhren schneller wachsen als die Einfuhren, spiegelt die Entwicklung der Türkei hin zu einem Produktionsstandort wieder.
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Wichtigstes Lieferland für die Türkei ist Russland, an zweiter Stelle folgt Deutschland, an dritter hat sich China etabliert. Die deutschen Exporte in die Türkei beliefen sich im Jahr 2007, nach vorläufigen Ergebnissen, auf 12 Mrd. Euro und stiegen damit im Vergleich zum Vorjahr um knapp 19 % an, nachdem sie zuvor 12 % zunahmen. Den bedeutendsten Einfuhrgütern entsprechen auch die Erzeugnisse, die am türkischen Markt aus Deutschland nachgefragt werden, nämlich insbesondere Fahrzeuge und Fahrzeugteile, Maschinen und chemische Erzeugnisse (Quellen: bfai, destatis, TurkStat).
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Stand: 4/2008
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