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Die tschechische Volkswirtschaft ist stark vom internationalen Geschehen abhängig. Der Außenhandel ist ein entscheidender Faktor für das Wirtschaftswachstum. Der Export leistet einen Beitrag von rund 80 % zum Bruttoinlandsprodukt (BIP). 80 % der Exporte gehen in Länder der EU. Deutschland ist mit großem Abstand Haupthandelspartner. Mehr als 30 % der Exporte gehen nach Deutschland. Rund 25 % der Importe kommen aus Deutschland. Der deutsch-tschechische Handel besteht zum Großteil aus Maschinen, Kfz und -Teilen, chemische Erzeugnissen, Elektrotechnik, Elektronik und Metallwaren.
Gegenüber dem schweren Rezessionsjahr 2009 hat das tschechische BIP 2010 um 2,3 % zugenommen. Dieser Zuwachs wurde vor allem vom verarbeitenden Gewerbe getragen. Tschechien hat sich buchstäblich aus der Krise exportiert. Die Ausfuhren legten um 18 % zu. Dieses Wachstum verdankte sich zu einem guten Teil der starken deutschen Wirtschaftsdynamik.
Die Ergebnisse der jährlichen Konjunkturumfrage der AHK Tschechien unter deutschen Investoren spiegeln diese Abhängigkeit wider. Sechs von zehn Unternehmen gaben an, von der guten konjunkturellen Lage in Deutschland profitiert zu haben. Die Mehrheit der Unternehmen zeigte sich auch mit der allgemeinen Wirtschaftslage in Tschechien zufrieden. Zudem wird mit weiteren Verbesserungen gerechnet und mehr investiert.
Neben der guten Qualifikation der Arbeitnehmer zählen v. a. auch die Verfügbarkeit und die Qualität lokaler Zulieferer zu den tschechischen Standortvorteilen. Nachholbedarf besteht in punkto Rechtssicherheit, Effizienz der öffentlichen Verwaltung, Bedingungen für Forschung und Entwicklung sowie Transparenz öffentlicher Ausschreibungen. Zudem wird mit der Einführung des Euro nicht vor 2020 gerechnet.
Galt die Tschechische Republik Anfang der 90er Jahre noch als reiner Produktionsstandort, so fließen heute nur noch 19 % der Investitionen in die Produktion. 45 % der Investitionen gehen in die Entwicklung, 36 % in unterstützende Services. Wichtigster Investitionszweig ist nach wie vor die Automobilindustrie, gefolgt von Elektrotechnik und Elektronik, dem Maschinenbau sowie der Chemie und Pharmaindustrie. Bedeutung gewinnt das Thema Elektromobilität. Der Photovoltaik-Markt scheint sich hingegen abzukühlen, da sich rechtliche und steuerliche Rahmenbedingungen geändert haben.
Durch die günstige Wirtschaftslage und die mit dem EU-Beitritt entstandenen Handelserleichterungen bleibt die Tschechische Republik für deutsche Investoren und Konsumgüterhersteller attraktiv (Quellen: CzechTrade, Czech Invest, gtai).
Informationen zum Wirtschaftsstandort Tschechische Republik bieten CzechTrade, CzechInvest, die Deutsch-Tschechische Industrie- und Handelskammer sowie Germany Trade & Invest (s. Kontakte).
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