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Die Thematik einer Messe ist in der Regel auf sehr spezielle medizinische
Fachbereiche zugeschnitten. Wegen der weltweit führenden Stellung der
US-Medizinforschung und Wissenschaft stoßen die führenden Veranstaltungen auf
weltweite Besucherresonanz. Die überwiegende Zahl der Veranstaltungen sind
allerdings regional ausgerichtete Kongresse mit Ausstellung, die in erster
Linie Fachbesucher eines Bundesstaates oder einer Region (z.B. West- oder
Ostküste) ansprechen. Beispiele sind die Optikmessen
Vision Expo East (New York) und
Vision Expo West (Las Vegas) oder die
MD & M East - Medical Design and Manufacturing East Conference
Exposition (New York), die
MD & M West (Anaheim) sowie die
MD & M Regional (Minneapolis).
Zentrale Funktion Wissensvermittlung
Wie in den USA üblich, bildeten und bilden sich die meisten Fachmessen im
Rahmen von etablierten Fachkongressen heraus (vgl. hierzu Messemarkt USA). Der
Medizinbereich ist aufgrund der forschungs- und wissenschaftsintensiven
Thematik eine sehr typische Branche dafür.
Die Fachkongresse und -messen werden in der Regel vom zuständigen Fachverband
organisiert, der, wie auch die Veranstaltung selbst, auf eine lange Tradition
zurückblicken kann. Nicht wenige wurden bereits Ende des 19. und Anfang des 20.
Jahrhunderts ins Leben gerufen. In den 1950er Jahren kamen weitere bedeutende
hinzu.
Meistens steht Wissensvermittlung im Vordergrund der Gesamtveranstaltung. Eine
Teilnahme an der
RSNA (Radiological Society of North America's Scientific Assembly &
Annual Meeting) z.B. ist für die im Fachverband vertretenen rund 6.000
amerikanischen und kanadischen Ärzte nahezu obligatorisch, weil dies die
einzige Möglichkeit ist, durch den Nachweis von Fortbildungsmaßnahmen die volle
Berufskonzession aufrecht zu erhalten. Der Kongress besteht aus zahlreichen
Vortrags- und Seminarveranstaltungen, Workshops und Präsentationen der
Industrie. Ursprünglich als reiner Kongress gestartet, wurde die RSNA schon
bald durch eine Industrieausstellung ergänzt, die heute genauso unverzichtbar
ist wie der Kongress selbst. Der theoretische Teil der Wissensvermittlung wird
somit durch den Ausstellungsteil um die praktische Komponente ergänzt.
Stand: 3/2005
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