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In Lateinamerika hielt die Entwicklung in der medizinischen Versorgung nicht
Schritt mit der ökonomischen, politischen und sozialen Entwicklung der letzten
Jahre. In den meisten Ländern stehen dem Gesundheitssektor keine ausreichenden
Finanzmittel zur Verfügung. Quantitative und qualitative Unterversorgung ist
die Folge, bei gleichzeitiger ineffizienter Allokation der vorhandenen knappen
Mittel.
Fast jedes Land befasst sich deshalb mit Gesundheitsreformen. Diese sehen u.a.
eine stärkere Einbeziehung des privaten Sektors, ein aktiveres
Gesundheitsmanagement (inkl. präventive Maßnahmen, Aufklärung,
Schulung/Ausbildung und Umweltschutz) und eine Verbesserung der Qualität vor.
Die Pro-Kopf-Ausgaben im Gesundheitssektor unterscheiden sich deutlich, auch
zwischen Ländern mit vergleichbarem Pro-Kopf-Einkommen. Der Stand der
Industrialisierung, der Grad der Urbanisierung, Zivilisationskrankheiten und
der Zugang zur medizinischen Versorgung sind einige der zahlreichen Faktoren
(s. Journal of
Medical Internet Research).
Eine flächendeckend ausreichende medizinische Grundversorgung ist vielfach
nicht gegeben.
Lateinamerika repräsentiert trotz der genannten Defizite 9 % des
Weltgesundheitsmarktes. Marktpotential ist also durchaus gegeben.
Besonders großes Potential besitzen Mexiko und Brasilien. Eine gute
medizinische Versorgung gewinnt dort an Bedeutung. Die Affinität zu den USA ist
groß. Viele Mediziner - vor allem mexikanische - haben ihre Ausbildung in den
USA erhalten.
Stand: 3/2005
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