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AUMA_Compact Nr. 13 - 8.
Juli 2004
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Tool zur Berechnung der
Messe-Effizienz
AUMA_MesseNutzenCheck jetzt online
Der
AUMA_MesseNutzenCheck, der in enger Abstimmung mit der ausstellenden
Wirtschaft und den Messeveranstaltern entwickelt wurde, ist seit dem
5. Juli 2004 online. Damit steht den Ausstellern erstmals ein von
allen Kräften der Messewirtschaft getragenes Bewertungstool für
Messebeteiligungen zur Verfügung.
Messenutzen = Kosten
alternativer Marketinginstrumente Die
Grundidee ist, dass sich Aussteller zunächst klarmachen sollen,
welche Ziele sie in welchem Umfang erreichen wollen und wie sie die
Zielerreichung messen können. Der Nutzwert von quantitativen Zielen
wird dadurch festgestellt, dass die Kosten ermittelt werden, die der
Einsatz alternativer Marketing-Instrumente verursachen würde. So
müsste etwa der sehr aufwendige Außendienst verstärkt eingesetzt
werden, wenn ein Unternehmen eine bestimmte Zahl von Kontakten zu
neuen Kunden anders als durch eine Messebeteiligung erzielen wollte.
Die so berechneten Nutzwerte für die einzelnen Messeziele werden
addiert zum quantitativen Nutzwert der Messebeteiligung.
Ergänzend prüft der
Aussteller, was ihm die Erreichung qualitativer Messeeffekte wert
ist, etwa die Präsenz auf der Messe als zentralem Branchenereignis.
Der Wert solcher Ziele wird in Prozent der gesamten Aufwendungen
ausgedrückt.
Anschließend werden im Rahmen des MesseChecks
die Kosten der Beteiligung unter Berücksichtigung des angestrebten
Nutzens berechnet. Diese Kosten werden dann dem gesamten Nutzwert
aus quantitativen und qualitativen Zielen gegenüber gestellt.
Werkzeug für kleine und mittlere
Unternehmen Mit dem MesseNutzenCheck
können sowohl durchgeführte wie auch geplante Messebeteiligungen mit
relativ geringem Aufwand berechnet und bewertet werden.
Dementsprechend richtet sich dieses Instrument gerade auch an kleine
und mittelständische Unternehmen. Der MesseNutzenCheck soll außerdem
die ausstellende Wirtschaft dazu bewegen, erst über den Nutzen und
dann über die Kosten von Kommunikation nachzudenken. Er soll dazu
beitragen, das gesamte Spektrum möglicher Messeziele zu prüfen und
konkrete Messeziele zu formulieren als Voraussetzung für eine
wirksame Erfolgskontrolle. Der AUMA_MesseNutzenCheck steht zum
kostenlosen Download bereit unter www.auma-messen.de. Der bisherige
Online-Messekostenkalkulator des AUMA ist darin integriert.
Dr. Hermann Kresse, Geschäftsführender
Vorstand, und Dr. Peter Neven, Geschäftsführer im AUMA, zum
MesseNutzen-Check:
Warum bietet der AUMA
gerade jetzt den MesseNutzenCheck an?
Dr. Kresse: „Die Marketing-Etats in den
Unternehmen stehen schon seit einiger Zeit unter Druck. Immer mehr
Aussteller prüfen das Kosten-Nutzen-Verhältnis ihrer
Messebeteiligungen genauer. Weil aber gerade kleine und mittlere
Firmen häufig keine exakten Messeziele formulieren, wird der Nutzen
von Beteiligungen oft nicht umfassend ermittelt; allein die Kosten
rücken dadurch in den Vordergrund. Manche Unternehmen glauben dann,
Messebeteiligungen hätten eine ungünstige Kosten-Nutzen-Relation.
Der NutzenCheck
kann von Ausstellern selbstständig eingesetzt werden, aber auch von
Veranstaltern als Beratungsinstrument für ihre Kunden genutzt
werden. Mit diesem Tool tragen wir dazu bei, dass Firmen nicht aus
Unkenntnis über die wahren Qualitäten des Mediums ihr
Messe-Engagement reduzieren. Wichtig ist, dass der AUMA die
Nutzenermittlung von Messen nicht einseitig aus Aussteller- oder
Veranstalterperspektive sieht; diese übergreifende Sicht wird die
Akzeptanz des MesseNutzenChecks gewährleisten. Im AUMA-Vorstand gab
es hierzu einen breiten Konsens."
Messen gelten als
hochgradig multifunktional. Kann man denn überhaupt alle Messeziele
erfassen?
Dr.
Kresse: „Bei der Entwicklung des MesseNutzenChecks haben wir das
vielfältige Zielspektrum von Messen in 15 quantitative Ziele und
neun qualitative Ziele und Effekte strukturiert. Wir wollen damit
die Multifunktionalität von Messen konkreter fassbar machen. Wenn
Aussteller sich bewusst machen, welche Kategorien von Zielen und
Effekten es gibt und diese Zielstruktur möglichst bei allen
Messebeteiligungen zugrunde legen, können sie ihr Messeengagement
richtig einschätzen und auch mit anderen Medien vergleichen.“
Wie will der AUMA den MesseNutzen-Check
verbreiten?
Dr. Neven: „Der NutzenCheck ist seit dem 5.
Juli 2004 online. Die monatlich rund 70 000 Besucher der
AUMA-Homepage finden dort einen plakativen Hinweis auf das neue
Tool. Wir wollen außerdem die industriellen Fachverbände und die
Kammern dazu bewegen, die Verbreitung in ihrem Mitgliederkreis zu
unterstützen. Zahlreiche Messeveranstalter haben bereits
signalisiert, dass sie ihren Ausstellern den MesseNutzenCheck
empfehlen wollen. Auch Standbauunternehmen wollen ihre Kunden auf
dieses Instrument hinweisen. Darüber hinaus plant der AUMA in
Zusammenarbeit mit seinen Mitgliedern Schulungsmaßnahmen für
Aussteller und Messemitarbeiter.“
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Mit
AUMA-Beteiligung IFES Convention 2004 in Vilnius
„Lets
go East and West – new opportunities in the global market“ war das
Motto der IFES-Tagung vom 24. bis 26. Juni in Vilni-us, Litauen. Auf
dem Programm des Jahrestreffens der International Federation of
Exhibition and Event Services standen Informationen über die
Messeplätze in den neuen EU-Mitgliedsländern.
Die Einführungsrede
hielt Gediminas Miš-kinis, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium
der Litauischen Republik. Nach Berichten über den russischen und
weißrussischen Messemarkt referierte Dr. Hermann Kresse,
Geschäftsführender Vorstand des AUMA, in seiner Eigenschaft als
stellvertretender Vorsitzender des Associations Committee der UFI
über die Messewirtschaft in Mittel- und Osteuropa. Er verwies auf
die wachsenden Herausforderungen für die Messewirtschaft durch
Kostendruck und gleichzeitig steigende Erwartungen bei Ausstellern
und Besuchern. In den mittelosteuropäischen Ländern sei die
Messewirtschaft nach dem Ende der Planwirtschaft durch einen Boom
gekennzeichnet gewesen, dem eine Phase der Stagnation gefolgt sei.
Die EU-Osterweiterung eröffne nun neue Chancen, Messen und
Messeplätze neu zu positionieren.
Mit großem Interesse aufgenommen wurden die
Ausführungen des litauischen Chefunterhändlers für die
Beitrittsverhandlungen zur EU, Petras Auštrevicius, heutiger
stellvertretender Minister für EU-Angelegenheiten. Er unterstrich,
dass für die baltischen Staaten – gerade auch Litauen – die neue
EU-Zugehörigkeit große Chancen, auch zugunsten der alten EU-Länder,
biete. Zum einen könnten die anderen EU-Länder von der derzeit sehr
dynamischen Wirtschaftsentwicklung profitieren, zum anderen könnten
auch die umfangreichen litauischen Erfahrungen in den
Wirtschaftsbeziehungen mit Russland genutzt werden.
Zum neuen Präsidenten
der IFES wurde Larry Kulchawik, USA, gewählt als Nachfolger von
Holger Nicolaysen, Dänemark.
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Deutschland,
Österreich, Schweiz Internationales Messeseminar in Genf AUMA und
FKM auf der 21. Messe-Fachtagung
In Genf trafen sich vom 3.
bis 5. Juli 2004 rund 100 Messevertreter aus der Schweiz, Österreich
und Deutschland zum 36. Inter-nationalen Messeseminar. Gemeinsame
Veranstalter waren die IDFA – Interessen-gemeinschaft deutscher
Fachmessen und Ausstellungsstädte sowie die Messeverbände der
Schweiz (VMS) und Österreich (AMA).
Der Berater und Dramaturg Dr. Christian
Mikunda, Wien, sprach zum Auftakt über Messedramaturgie im Zeitalter
der Nachdenklichkeit. Er betonte, Marketing brauche heute auch das
Geschichten-Erzählen. Dementsprechend brauchen Messestände
dreidimensionale Dramaturgie. Er empfahl den Veranstaltern, für den
Standbau mehr Freiheiten zuzulassen. Dominierende hohe Stände großer
Aussteller seien „landmarks“ für die gesamte Halle und nützten damit
auch kleineren Ausstellern. Auf den Ständen sollten für den Besucher
im Sinne eines „Mood Management“ mehr Ruhezonen eingerichtet
werden.
Verbesserungsfähig sei auch die Orientierung
auf dem Messegelände. Besucher suchten Achsen, Knoten, Districts und
Landmarks, um sich zu orientieren. Viele Messegelände seien dagegen
gleichförmig, Messehallen seien oft nur an der Nummerierung zu
unterscheiden. Messegelände seien „dritte Orte“, also weder Wohnung
noch Arbeitsplatz, an denen man sich wohlfühlen und leicht
zurechtfinden sollte.
Messemanagement
verbessern Dr. Gunter Nittbaur vom
Managementzentrum St. Gallen erläuterte in seinem Vortrag
„Managementeffizienz in der Messewirtschaft“, dass es gegenwärtig
neben den schwierigen gesamtwirtschaftlichen Rah-menbedingungen auch
strukturelle Prob-leme innerhalb der Branche gebe, wie fehlende
Marktbereinigung, Überkapazitäten und eher geringe
Wettbewerbsvorteile der Veranstalter im Vergleich zu Konkurrenten.
Er empfahl u.a., andere Kennzahlen als bisher zu verwenden, eher
Marktanteile, Innovationsleistung und Produktivität zu ermitteln als
in Aussteller- und Besucherzahlen zu denken. Der Kundennutzen sei
regelmäßig zu überprüfen. Im Sinne einer systematischen „Müllabfuhr“
müssten Produkte und Dienstleistungen aussortiert werden, die keinen
Nutzen mehr erbringen. Auch müssten bessere Vorwarnsysteme
eingerichtet werden, um nahende wirtschaftliche Probleme frühzeitig
zu erkennen.
Alexander Strack, Hamburg Messe, und Jörg
Zimmermann, Messe Frankfurt, beschäftigten sich in einem Workshop
mit aktuellen Erfahrungen mit Online-Bestellsystemen für Aussteller.
Corinna Häsele, Reed Österreich, erläuterte die Er-mittlung von
Ausstellerpotentialen für einzelne Branchenmessen mit dem Ziel,
Nicht-Aussteller gezielt und persönlich ansprechen zu können.
Wolf M. Spryß,
Messe-Institut Laubenheim, unterstrich, dass Effizienzsteigerung von
Messebeteiligungen der Aussteller sehr wohl auch eine Aufgabe der
Veranstalter sei. Messen seien zur Erreichung der meisten
Marketingziele am besten oder zweitbesten geeignet. Dies müsse von
Veranstaltern in ihrer Akquisition viel stärker argumentativ
verwendet werden.
Mehr in Kundenbindung
investieren Zum Thema
Aussteller-Kundenbindung stellte Dr. Hermann Kresse,
Geschäftsführender Vorstand des AUMA, den neuen
AUMA_MesseNutzenCheck vor, der seit Anfang Juli online ist. Mit
diesem Instru-ment können Aussteller selbstständig Nutzen und Kosten
ihrer Messebeteiligung errechnen und bewerten. Der NutzenCheck dient
aber auch Messeveranstaltern als Beratungstool und damit zur
Kundenbindung.
Thomas Berger, Reed Messen Schweiz, und René
Zürcher, BEA bern expo, erläuterten verschiedene konkrete
Kundenbindungsinstrumente, von Rebooking-Angeboten über
E-Mail-Newsletter bis zu VIP-Packages für Topkunden einzelner
Aussteller. Betont wurde insbesondere, dass Kundenbindung ein
permanenter Prozess sei, der nicht erst in Krisenzeiten beginnen
dürfe und langfristig der Ergebnisverbesserung dienen müsse.
In einem weiteren
Workshop stellten André Parsic und Andy Schaerer von der Agentur
WUNDERMAN, Zürich/Genf, Instrumente des Dialogmarketing für die
Besucher-Kundenbindung vor.
Der Führungs- und Verkaufstrainer René E.
Huber, Horgen/Schweiz, betonte zum Thema Beziehungsmanagement ,
Erfolg könnten nur diejenigen haben, die sich auf die Persönlichkeit
ihres Gegenüber einstellen könnten. Dabei gehe es tendenziell mehr
um Menschenverstand als um Sachverstand.
In der anschließenden Podiumsdiskussion, an der
auch Urs Ingold, Reed Deutschland/ Schweiz, und Dr. Hermann Kresse,
AUMA, teilnahmen, wurde betont, dass Aussteller-Services eine
wichtige zusätzliche Umsatz- und Gewinnquelle seien, dem Aussteller
dürfte dabei aber keine unnötigen Leistungen aufgedrängt werden. Bei
der Standgestaltung gehe der Trend weg von Events ohne Produkt- oder
Unternehmensbezug. Der Besucher honoriere es, wenn Information und
Beratung im Vordergrund ständen. Ein ausgefeiltes reaktionsschnelles
Beschwerdemanagement sei ein wichtiges Instrument des Erkennens von
Kundenwünschen und der Marktforschung und dadurch auch der
Kundenbindung.
Das
nächste Internationale Messeseminar findet vom 2. bis 4. Juli 2005
in Dornbirn/ Österreich statt.
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© 2004 AUMA_Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft e.V. letzte
Änderung:
7/2004 | |