|
Deutsche Aussteller und Messeveranstalter haben ihr Engagement in
Russland in den letzten Jahren ganz erheblich ausgeweitet. Weitere Zuwächse
sind schon jetzt erkennbar. Das wurde auf dem 2. Deutsch-Russischen Messeforum
deutlich, das der AUMA_Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen
Wirtschaft am 8. und 9. September 2005 gemeinsam mit dem russischen
Messeverband IUEF in der Messe Düsseldorf durchgeführt hat.
Zu den Referenten vor rund 120 Teilnehmern zählten Sergey Alexeev, Präsident
der IUEF - International Union of Exhibition & Fairs; Michael Harms,
Geschäftsführung des Ostausschusses der Deutschen Wirtschaft; Wladimir
Petrovich Matwejev, Leiter des Handels- und Wirtschaftsbüros der Botschaft der
Russischen Föderation, Berlin; Dr. Guido Peruzzo, Leiter der Unterabteilung
Außenwirtschaftsförderung / Messepolitik im Bundesministerium für Wirtschaft
und Arbeit; Igor Prudnikov, Vize-Präsident der Industrie- und Handelskammer
Moskau und Erhard Wienkamp, Bereichsleiter Ausland der Messe Düsseldorf GmbH.
Russland zweitwichtigste Zielregion deutscher Messeveranstalter
Die Zahl der Messen deutscher Veranstalter in Russland hat sich allein von 2003
bis 2005 um ein Viertel auf 25 erhöht. Für 2006 sind drei weitere
Veranstaltungen geplant. Auf diese Messen entfallen fast 15 % der Aussteller
und Besucher aller deutschen Auslandsmessen. Damit ist Russland nach China die
zweitwichtigste Zielregion deutscher Messeveranstalter. Moskau dominiert dabei
mit fast 90 % der in Russland durchgeführten Veranstaltungen deutscher
Messegesellschaften.
Auch das Russland-Engagement der deutschen Aussteller ist stark gewachsen.
Allein auf den Beteiligungen, die vom deutschen Bundeswirtschaftsministerium
(BMWA) unterstützt werden, wurden im Jahr 2004 über 1.200 deutsche Aussteller
gezählt, 60 % mehr als im Jahr 2000. Parallel dazu ist die Zahl der
Beteiligungen erheblich gestiegen: von 26 im Jahr 2000 über 34 im letzten Jahr
auf 43 im Jahr 2005.
Diese Entwicklung spiegelt die sehr dynamische Entwicklung der deutschen
Exporte nach Russland wider, die allein im letzten Jahr um 23,5 % auf 15 Mrd.
Euro gestiegen sind.
Gleichzeitig hat auch die russische Wirtschaft ihr Messe-Engagement in
Deutschland stark ausgebaut. Während im Jahr 2000 noch 738 Unternehmen aus
Russland auf den internationalen Messen in Deutschland gezählt wurden, waren es
2004 schon 1.055, also über 40 % mehr. Offensichtlich entwickelt sich der
Messeplatz Deutschland zu einer zentralen Plattform für den Absatz russischer
Exporte, nicht nur in Richtung Deutschland, sondern auch in andere
westeuropäische und außereuropäische Länder.
Die deutschen Messen sind aber auch eine wichtige Informations- und
Order-Plattform für die russischen Importe. Die Zahl der Besucher aus Russland
auf den deutschen Messen hat sich seit dem Jahr 2000 auf 30.000 verdoppelt.
Dazu unterstrich Dr. Hermann Kresse, Geschäftsführender Vorstand des AUMA als
Veranstalter des Deutsch-Russischen Messeforums: "Messen und Außenhandel sind
untrennbar miteinander verbunden. Wachsende Handelsströme erhöhen auch Zahl und
Umfang von Messebeteiligungen; außerdem sind erste Messebeteiligungen oft
Brückenköpfe für die Erschließung neuer Exportmärkte. Die Entwicklung der
Messebeziehungen zwischen Deutschland und Russland untermauert dies
eindrucksvoll".
Weitere Informationen
Programm
|