Deutsche Messewirtschaft


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Volkswirtschaftliche Funktionen von Messen


Wirtschaftsförderung


Die Durchführung von Messen nützt nicht nur den jeweils beteiligten Ausstellern und Besuchern, sondern - als Sekundärwirkung - auch der regionalen Wirtschaft im Einzugsgebiet der Messestadt. Insbesondere profitieren Hotellerie und Gastronomie, Verkehrsunternehmen sowie Firmen, die Messe-Dienstleistungen für Veranstalter und Ausstellererbringen, wie Messebau und -logistik, Dolmetscher- und Hostessendienste. Die regionalwirtschaftlichen Effekte umfassen bei stark international ausgerichteten Messeplätzen das Fünf- bis Siebenfache des dort erzielten Veranstalterumsatzes. Messen sichern damit in erheblichem Umfang Arbeitsplätze in der Region, gerade in mittelständischen Unternehmen.

Darüber hinaus entstehen substanzielle zusätzliche Steuereinnahmen für Städte, Bundesländer und Bund. In einem durchschnittlichen Messejahr sind das 3,8 Mrd. Euro. Die unmittelbaren Ausgaben der Besucher und Aussteller führen außerdem zu erhöhter Produktion und Beschäftigung in vorgelagerten Wirtschaftszweigen. Messen fördern die Wirtschaft daher weit über die Region hinaus und stärken damit auch die Gesamtwirtschaft.

Marktbildung und Marktpflege


Messen führen konzentriert Angebot und Nachfrage für einen begrenzten Zeitraum zusammen. Den Marktteilnehmern werden in einem regelmäßigen Turnus Interaktionsplattformen geboten, die einen Beitrag zur Belebung und Entwicklung der Märkte leisten. Messen koordinieren damit die Interessen von Industrie und Handel.

Schaffung von Markttransparenz


Messen geben einen umfassenden Marktüberblick und schaffen so eine der Prämissen für eine funktionierende Marktwirtschaft. An keinem anderen Ort können sich Einkäufereinen derart umfassenden Überblick über das Angeboteiner Branche verschaffen, unmittelbar Vergleiche anstellen und persönlich kommunizieren.

Plattformen für die deutsche Exportwirtschaft


Die positive Wirtschaftsentwicklung in Deutschland in den letzten Jahrzehnten ist nicht zuletzt auf die internationale Ausstrahlung deutscher Messen zurückzuführen. Diese ermöglichen als "Heimspiel-Messen" vielen deutschen Unternehmen den Start in die Weltmärkte. Umgekehrt hat die starke Stellung der deutschen Industrie auf den Weltmärkten einen wesentlichen Beitrag zum Wachstum deutscher Weltleitmessen geleistet. Die erreichte Position Deutschlands als zweitgrößter Exporteur der Welt steht damit in engem Zusammenhang mit der Entwicklung der deutschen Messewirtschaft zum Weltmarktführer von den Gründerjahren der Bundesrepublik bis heute.

Ohne das Marketinginstrument Messe hätte gerade der deutsche Mittelstand weniger Möglichkeiten, internationale Kundenpotentiale zu erschließen. Die Teilnahme an Messen ist einer der wesentlichen Gründe für den Exporterfolg der mittleren und kleineren Unternehmen, die das Rückgrat der deutschen Wirtschaftbilden.


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