Coronavirus: Lage der deutschen Messewirtschaft

Aktuelle Informationen


Messen in Deutschland

Nach einem Stillstand von fast 15 Monaten mit kurzer Unterbrechung im Herbst 2020 finden in Deutschland seit Ende Juni 2021 wieder Messen statt. Bis Ende des Jahres sind insgesamt 113 Messen geplant, darunter 57 mit internationaler oder nationaler Bedeutung. Rund 380 Messen sollten nach den Planungen der Veranstalter im Jahr 2021 in Deutschland durchgeführt werden. Bisher wurden aufgrund der im ersten Halbjahr noch unsicheren Rahmenbedingungen rund 70% der internationalen oder nationalen Messen und knapp 60% der regionalen Messen abgesagt. Die Messeveranstalter haben vor allem für abgesagte Messen im ersten Halbjahr in vielen Fällen neue Formate entwickelt, um die Zeit ohne reale Messen zu überbrücken. Dazu zählen insbesondere digitale Events mit Firmenpräsentationen, Interaktionsmöglichkeiten und digitalem Kongressprogramm. Bisher haben rund 63 digitale Veranstaltungen stattgefunden.

Die Wirtschaft braucht Messen: Sie sind hervorragend geeignet, um neue Kunden zu gewinnen, Innovationen mit allen Sinnen erfahrbar zu machen und sie damit überzeugend zu präsentieren. Finden Sie hier weitere Informationen zum Neustart der Messewirtschaft.

Im Jahr 2020 mussten mehr als 70% aller Messen in Deutschland (geplant waren 368) abgesagt oder verschoben werden. Für eine Reihe von Messen haben die Veranstalter Terminverschiebungen in das Jahr 2021 sowie 2022 beschlossen. Rund 50 digitale Veranstaltungen haben 2020 stattgefunden. Aussteller konnten dadurch Kundenkontakte aufrechterhalten und über Neuheiten informieren. Insgesamt verzeichneten die deutschen Messeveranstalter Umsatzeinbußen um 70%.

Der AUMA bietet in seiner Messedatenbank unter https://www.auma.de/de/ausstellen/messen-finden?typ=nmd die Termine der nächsten Messen in Deutschland – sowohl von realen Messen als auch von digitalen Formaten. Weitere Informationen über Messen im In- und Ausland sind beim jeweiligen Veranstalter abrufbar.

Folgen der Corona-bedingten Messeabsagen

Die Absage von Messen hat nicht nur für die direkt involvierten Akteure wie Veranstalter, Aussteller, Besucher und Dienstleister Einbußen zur Folge, sondern auch gravierende gesamtwirtschaftliche Folgen. Betroffen sind u.a. Hotellerie, Gastronomie, Transportgewerbe, Handel, Handwerk etc. Die gesamtwirtschaftlichen Verluste durch die Absage von Messen betragen für 2021 laut Berechnungen des Instituts der Deutschen Messewirtschaft schon jetzt 20,6 Mrd. Euro. Seit Beginn der Pandemie im März 2020 beläuft sich der Schadenswert auf 42 Mrd. Euro, 165.000 Arbeitsplätze sind gefährdet und 6,7 Mrd. Euro Steuereinnahmen gehen dem Fiskus verloren. Weitere Informationen: https://www.auma.de/de/medien/meldungen/presse-2021-13

Regelungen der Bundesländer zu Messen

Eine Übersicht über die derzeit für Messen geltenden konkreten Corona-Regelungen und Voraussetzungen finden Sie hier: Regelungen und Fristen zur Durchführung von Messen in den Bundesländern

Durchführung von Messen in Coronazeiten

Im September und im Oktober 2020 wurden in Deutschland wieder größere reale Messen durchgeführt. Über 20 Veranstaltungen haben ohne Probleme und mit gutem Erfolg stattgefunden. Darunter waren Publikumsmessen mit internationaler und regionaler Ausstrahlung ebenso wie Fachbesuchermessen mit regionalem bis nationalem Einzugsgebiet und internationaler Beteiligung.

Messen sind Business-Plattformen, auf denen umfassende Hygiene- und Abstandskonzepte realisiert werden können, um die Gesundheit der Messeteilnehmer zu schützen, wie auch die im Herbst 2020 durchgeführten Messen bewiesen haben. Alle Informationen zu den Hygiene- und Abstandskonzepten auf Messen in Deutschland erhalten Sie hier.

Reisebestimmungen für Messeteilnehmer

Messeteilnehmer aus dem Ausland dürfen als Geschäftsreisende mit wichtigem Grund trotz zahlreicher Reisebeschränkungen weltweit aus dem Ausland einreisen. Was ausländische Aussteller und Besucher vor der Einreise nach Deutschland konkret beachten müssen, finden sie hier.

Wirtschaftshilfen der Bundesregierung

Die Untersagung von Messen und andere Corona-bedingte Maßnahmen zur Kontaktbeschränkung haben bei vielen Unternehmen der Messe- und Eventwirtschaft gravierende Einbußen zur Folge. Deshalb stellt der Bund umfangreiche Wirtschaftshilfen zur Verfügung, die sukzessive ergänzt und aufgestockt wurden. Hier finden Sie einen Überblick zu den staatlichen Wirtschaftshilfen.


Letzte Änderung: 13. September 2021


Besonnenes Handeln und Solidarität in der Veranstaltungswirtschaft!

Der AUMA unterstützt die Initiative der Interessengemeinschaft Veranstaltungswirtschaft (IGVW). Lesen Sie hier unser gemeinsames Statement!


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