7. Juni 2021Zahl der Woche

Coronavirus: Lage der deutschen Messewirtschaft

Aktuelle Informationen


Messen in Deutschland

Rund 380 Messen sollten nach den Planungen der Veranstalter im Jahr 2021 in Deutschland durchgeführt werden. Bisher sind aufgrund der unsicheren Rahmenbedingungen rund 220 Messen abgesagt oder nach 2022 verschoben worden. Die Messeveranstalter haben in vielen Fällen Ersatzformate entwickelt, insbesondere digitale Events mit Firmenpräsentationen, Interaktionsmöglichkeiten und digitalem Kongressprogramm. Bisher haben rund 55 digitale Veranstaltungen stattgefunden.

Die Mehrzahl der Bundesländer hat inzwischen konkrete Perspektiven für einen Messe-Neustart formuliert, die abhängig sind von der Unterschreitung bestimmter Inzidenzwerte. Das sind wichtige erste Schritte auf dem Weg aus dem Messe-Lockdown. Denn die Wirtschaft braucht Messen: Sie sind hervorragend geeignet, um neue Kunden zu gewinnen, Innovationen mit allen Sinnen erfahrbar zu machen und sie damit überzeugend zu präsentieren. Finden Sie hier weitere Informationen zum Re-Start der Messewirtschaft und zu den teilweise bereits erfüllten AUMA-Forderungen zum Neustart.

Im Jahr 2020 mussten mehr als 70% aller Messen in Deutschland (geplant waren 368) abgesagt oder verschoben werden. Für eine Reihe von Messen haben die Veranstalter Terminverschiebungen in das Jahr 2021 sowie 2022 beschlossen. Rund 50 digitale Ersatzveranstaltungen Veranstaltungen haben 2020 stattgefunden. Aussteller konnten dadurch Kundenkontakte aufrechterhalten und über Neuheiten informieren.

Der AUMA bietet in seiner Messedatenbank unter https://www.auma.de/de/ausstellen/messen-finden?typ=nmd die Termine der nächsten Messen in Deutschland – sowohl von realen Messen als auch von digitalen Formaten. Weitere Informationen über Messen im In- und Ausland sind beim jeweiligen Veranstalter abrufbar.


Folgen der Corona-bedingten Messeabsagen

Die Absage von Messen hat nicht nur für die direkt involvierten Akteure wie Veranstalter, Aussteller, Besucher und Dienstleister Einbußen zur Folge, sondern auch gravierende gesamtwirtschaftliche Folgen. Betroffen sind u.a. Hotellerie, Gastronomie, Transportgewerbe etc. Die gesamtwirtschaftlichen Verluste durch die Absage von Messen betragen für 2021 laut Berechnungen des Instituts der Deutschen Messewirtschaft schon jetzt 19 Mrd. Euro; 150.000 Arbeitsplätze sind gefährdet und 3 Mrd. Euro Steuereinnahmen gehen dem Fiskus verloren. Insgesamt haben die Messeabsagen seit März 2020 zu gesamtwirtschaftlichen Verlusten in Höhe von 40 Mrd. Euro geführt. Weitere Informationen: https://www.auma.de/de/medien/meldungen/presse-2021-13

Regelungen der Bundesländer zu Messen

In vielen Bundesländern ist das Veranstalten von Messen derzeit zwar noch verboten. Die Mehrzahl der Länder hat aber bereits konkrete Perspektiven für die Öffnung von Messen formuliert. Eine Übersicht über die derzeit für Messen geltenden konkreten Regelungen und Voraussetzungen finden Sie hier: Regelungen und Fristen zur Durchführung von Messen in den Bundesländern

Durchführung von Messen in Coronazeiten

Nach dem ersten Lockdown wurden im September und im Oktober 2020 wieder größere reale Messen in Deutschland durchgeführt. Rund 20 Veranstaltungen haben ohne Probleme und mit gutem Erfolg stattgefunden. Darunter waren Publikumsmessen mit internationaler und regionaler Ausstrahlung ebenso wie Fachbesuchermessen mit regionalem bis nationalem Einzugsgebiet und internationaler Beteiligung. Rund 270.000 Besucher dokumentierten das starke Interesse an den Messen

Messen sind Business-Plattformen, auf denen umfassende Hygiene- und Abstandskonzepte realisiert werden können, um die Gesundheit der Messeteilnehmer zu schützen, wie auch die im Herbst 2020 durchgeführten Messen bewiesen haben. Alle Informationen zu den Hygiene- und Abstandskonzepten auf Messen in Deutschland.

Reisebestimmungen für Messeteilnehmer

Messeteilnehmer aus dem Ausland dürfen als Geschäftsreisende mit wichtigem Grund trotz zahlreicher Reisebeschränkungen weltweit aus dem Ausland einreisen. Was ausländische Aussteller und Besucher vor der Einreise nach Deutschland konkret beachten müssen, finden hier.

Messeteilnehmer aus Deutschland sollten sich ebenfalls vor Reisebeginn über die gültigen Bestimmungen am Messeort informieren. Mehr Informationen hierzu unter Reisebestimmungen für Messeteilnehmer aus Deutschland.

Wirtschaftshilfen der Bundesregierung

Die seit Monaten andauernde Untersagung von Messen und andere Corona-bedingte Maßnahmen zur Kontaktbeschränkung haben bei vielen Unternehmen der Messe- und Eventwirtschaft gravierende Einbußen zur Folge. Deshalb stellt der Bund umfangreiche Wirtschaftshilfen zur Verfügung, die sukzessive ergänzt und aufgestockt wurden. Hier finden Sie einen Überblick zu den staatlichen Wirtschaftshilfen.


Letzte Änderung: 07. Juni 2021


Besonnenes Handeln und Solidarität in der Veranstaltungswirtschaft!

Der AUMA unterstützt die Initiative der Interessengemeinschaft Veranstaltungswirtschaft (IGVW). Lesen Sie hier unser gemeinsames Statement!


+++ Das AUMA-Team arbeitet bis auf weiteres vorwiegend mobil. Bitte nutzen Sie für die Kontaktaufnahme die online veröffentlichten E-Mail-Adressen und Mobilfunknummern.+++





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