Jahrespublikation „AUMA-Trends 2026/2027“ veröffentlicht
Wettbewerb und Nachhaltigkeit sind weitere Themenblöcke
Dr. Jan Trenczek von Prognos zum Resilienzfaktor KI
Berlin, 13. Juli 2026 | Die hohe Internationalität deutscher Messen ist ihr Wettbewerbsmerkmal und Kernvorteil. Zugleich steht das starke Interesse internationaler Besucherinnen und Besucher sowie Aussteller am deutschen Messemarkt im Spannungsfeld hochvolatiler Geopolitik, notwendiger Infrastruktur-Investitionen und heimischer Wachstumsbremsen. Moderne Visaverfahren, eine starke Infrastruktur und passgenaue Messeförderprogramme sind entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit des weltweit führenden Messestandortes Deutschland. Dies ist einer von acht Trends, die der Verband der deutschen Messewirtschaft AUMA in seiner jetzt veröffentlichten Jahrespublikation analysiert. Mit den „AUMA-Trends 2026/2027“ zeigt der Verband, welche Entwicklungen die Branche aktuell prägen und welche Herausforderungen und Chancen die Zukunft bestimmen.
- Jörn Holtmeier, Geschäftsführer des Verbands der deutschen Messewirtschaft AUMA: „Die deutsche Messewirtschaft erweist sich in diesen volatilen Zeiten als robust. Sie verbindet wirtschaftliche Stabilität mit Innovationskraft, internationale Reichweite der Messen mit regionaler Verankerung und persönliche Begegnungen mit digitalem Fortschritt. Die Fähigkeit, Wandel zu gestalten und die Rolle als zentrale Plattform für Geschäft, Wissenstransfer und persönlichen Kontakt zu behaupten, macht die deutsche Messewirtschaft resilient.“
Unter dem Titel „Deutsche Messewirtschaft: Resilient in turbulenten Zeiten“ bündeln die AUMA-Trends in ihrer fünften Ausgabe Analysen, Daten, Interviews und Praxisbeispiele zur Entwicklung der deutschen Messewirtschaft.
Menschen aus veranstaltenden und ausstellenden Unternehmen berichten, wie sie zur Resilienz der Branche beitragen. Sie schildern gelungene Projekte, innovative Pilotversuche und die Bedeutung von Stabilität und Wandel, um Erwartungen der Kundinnen und Kunden gerecht zu werden und neue Ausstellergruppen zu gewinnen.
Aus Expertensicht wertet beispielsweise Dr. Jan Trenczek vom Wirtschaftsforschungsinstitut Prognos KI als wichtigen Hebel für die Zukunftsfähigkeit der Messewirtschaft. Sie werde die persönliche Begegnung nicht ersetzen, sondern ihre Relevanz erhöhen, Mehrwerte besser sichtbar machen und neue Möglichkeiten für Matchmaking, Erfolgsmessung und internationale Vernetzung eröffnen.
Die digitale Publikation „AUMA-Trends 2026/2027“ steht ab sofort unter trends.auma.de zur Verfügung. In 15 Beiträgen, Interviews, Analysen und Datenauswertungen sowie mit interaktiven Elementen und Infografiken zeigt sie, welche Entwicklungen die deutsche Messewirtschaft heute prägen und ihre Zukunft bestimmen.
Der AUMA ist der Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft e.V., der Dachverband der deutschen Messewirtschaft. International wie national vertritt er die Interessen aller großen und mittleren Messegesellschaften Deutschlands, internationaler Veranstalter in Deutschland sowie der Verbände, welche Aussteller, Service-Unternehmen, kleine Messeveranstalter, Besucherinnen und Besucher vertreten.
Gleich 70 Messeplätze zwischen Nordsee und Bodensee machen das Messeland weltweit einmalig. Zwei Drittel aller Leitmessen der Weltwirtschaft finden hierzulande statt. 66 Prozent der Aussteller und 33 Prozent der Fachbesucher aller Leitmessen kommen im Schnitt aus dem Ausland. Internationale, nationale und regionale Messen in Deutschland ziehen in Spitzenzeiten bis 230.000 ausstellende Unternehmen und 13 Millionen Besucherinnen und Besucher an.
Durch Messen in Deutschland werden wenigstens 280.000 Jobs gesichert. Die Messewirtschaft in Deutschland trägt Jahr für Jahr mit gut 30 Milliarden Euro an wirtschaftlichen Effekten zum Wohlstand des Landes bei. Bund, Länder und Gemeinden allein nehmen 5,4 Milliarden Euro an Steuern durch Messen in Deutschland ein.
