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31. März 2021Forschung

Weltweite Geschäftsperspektiven weiter stark eingetrübt

Knapp drei Viertel der deutschen Unternehmen im Ausland leiden unter den abgesagten Messen. Dies geht aus der aktuellen DIHK-Umfrage „Going International 2021“ unter rund 2.400 international aktiven deutschen Betrieben hervor. Auch ein Jahr nach Beginn der weltweiten Coronavirus-Pandemie beeinflussen die Auswirkungen das Auslandsgeschäft der deutschen Unternehmen negativ. Als wichtigste Belastung im internationalen Geschäft nennen die Unternehmen Reiseeinschränkungen (77%), unmittelbar gefolgt von den abgesagten Messen (69%).

Die befragten Betriebe sehen ihre globalen Geschäftsperspektiven auf einem Tiefpunkt. Fast die Hälfte muss wegen der Corona-Pandemie Investitionen streichen oder verschieben, 44% verzeichnen weniger Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen. In der Folge rechnen lediglich 17% der international aktiven Unternehmen für die kommenden zwölf Monate mit besseren Geschäften als im Krisenjahr 2020, eine relative Mehrheit von 27% sogar mit schlechteren.

Je nach Zielregion unterscheiden sich die Geschäftsaussichten jedoch stark. Im chinesischen Markt erwarten 32% der deutschen Unternehmen bessere Geschäfte, nur 17% schlechtere – ein deutlich positiveres Bild als in der Vorjahresumfrage. Auch in der Eurozone rechnen für 2021 etwas mehr Unternehmen mit besseren (25%) als mit schlechteren (19%) Auslandsgeschäften.
Dagegen drohen in vielen Märkten Süd- und Mittelamerikas, Afrikas, im Nahen Osten sowie in Ländern Südost- und Osteuropas wie Russland und der Türkei Geschäftsausfälle. Ebenso in Großbritannien: Hier müssen die deutschen Unternehmen neben den pandemiebedingten Herausforderungen zusätzlich mit den Folgen des Brexits zurechtkommen.

Neben der Corona-Pandemie belasten 2021 auch wirtschaftliche Krisensituationen sowie zunehmende Handelshemmnisse in vielen Weltregionen das Auslandsgeschäft der Unternehmen. Insgesamt berichten aktuell 47% der weltweit aktiven deutschen Unternehmen von zunehmenden Hürden im Handel. Dazu zählen insbesondere verstärkte Sicherheitsanforderungen (53%), zusätzliche lokale Zertifizierungen (46%), Sanktionen (29%) oder höhere Zölle (25%).

Aufgeschlüsselt nach Regionen spüren die Unternehmen einen sprunghaften Anstieg der Handelshemmnisse im Vergleich zum Vorjahr vor allem im Vereinigten Königreich (von 11 auf 39%) und in der Eurozone (von 21 auf 37%). Die Brexit-Zollformalitäten im Handel mit Großbritannien sowie die zahlreichen Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung im EU-Binnenmarkt machen sich hier deutlich bemerkbar.

Weitere Informationen: DIHK-Umfrage „Going International 2021"

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