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19. Mai 2021Inter­national

Fast jedes zweite deutsche Unternehmen im Ausland von abgesagten Messen betroffen

Auch wenn die Indikatoren auf Erholung stehen, die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie stellen die Unternehmen weiterhin vor große Herausforderungen. 72% der Unternehmen sehen sich noch immer in ihrer Geschäftstätigkeit von Reiseeinschränkungen und 45% von abgesagten Messen und Veranstaltungen betroffen. Das geht aus dem aktuellen AHK-World Business Outlook hervor, der die Antworten von mehr als 4.500 deutschen Unternehmen mit Niederlassungen und Tochtergesellschaften in über 70 Ländern erfasst.

Trotz digitaler Möglichkeiten fällt so weiterhin ein wichtiger Teil der internationalen Geschäfte weg. Am häufigsten nennen Unternehmen in Hongkong, Japan und Indien Reiseeinschränkungen als besonderes Problem. Abgesagte Messen und Veranstaltungen sind hingegen vor allem für Unternehmen in der Eurozone ein geschäftliches Hindernis. Zwei von fünf Unternehmen verzeichnen oder erwarten eine geringere Nachfrage nach den eigenen Produkten und Dienstleistungen. In Nord-und Lateinamerika teilen mehr als die Hälfte der Unternehmen diese Sorgen, in Greater China lediglich ein Viertel.

Insgesamt zeigt die AHK-Studie, dass sich dank wirtschaftlicher Aufholeffekte in vielen Weltregionen die Auslandsgeschäfte der deutschen Unternehmen im Frühjahr deutlich verbessert haben. Steigende Preise, Energie- und Rohstoff-Knappheiten sowie Lieferkettenprobleme stehen einem ungebremsten Aufschwung jedoch noch im Wege. Demnach bewerten 45% der Auslandsunternehmen ihre Geschäfte als gut, nur 14% als schlecht – ein deutlich positiveres Bild als noch im Herbst. Unter den Branchen, die von ordentlichen Geschäften berichten, ragt die Industrie hervor. Auch die Erwartungen der deutschen Auslandsunternehmen haben sich verbessert: 52% der Unternehmen rechnen mit besseren, nur 8% mit schlechteren Geschäften. In Nordamerika gehen sogar zwei Drittel von künftig besseren Geschäften aus.

Merklich positiver als im Herbst, aber weniger zuversichtlich als in Asien und Nordamerika bewerten die deutschen Unternehmen im europäischen Ausland den wirtschaftlichen Erholungsprozess. In der Eurozone gehen 43% der Betriebe von einem Aufschwung aus, in der sonstigen EU, der Schweiz, in Norwegen und im Vereinigten Königreich sind es 40%. Trotz der aufgehellten Stimmung bleiben die Erwartungen ausgehend von dem niedrigen Niveau im Vorjahr damit insgesamt verhalten.

Als Top-Risiko für die Weltwirtschaft in den kommenden zwölf Monaten dominiert aus Sicht der deutschen Unternehmen im Ausland weiterhin die Nachfrage (48%) vor wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen wie Handelshürden, Zöllen oder Sanktionen (42%). Mit der wirtschaftlichen Erholung in vielen Weltregionen gehen zudem Engpässe einher, die sich gegenüber der Vorumfrage im Herbst 2020 vor allem bei Energie- und Rohstoffen (von 13 auf 27%) sowie Fachkräften (von 20 auf 29%) akut zuspitzen.

Download des Berichtes: https://www.dihk.de/resource/blob/50516/70118eba717ff5b67eca59de25e2756b/ahk-world-business-outlook-fruehjahr-2021-data.pdf

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