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Messe Berlin: Energiewende unterm Funkturm

Dach der Betriebszentrale der Messe Berlin mit Rückkühlwerken für Kälteversorgung.

Gemeinsam mit dem Energieunternehmen E.ON und deren Berliner Energietochter BTB modernisiert die Messe Berlin die Kälte- und Wärmeversorgung auf dem Messegelände. Mit einer Fläche von rund 190.000 Quadratmetern gehört das Gelände unter den deutschen Messegesellschaften zu den größten des Landes. Insgesamt 26 Hallen sowie der multifunktionale CityCube Berlin, der hub27 und das Palais am Funkturm müssen das ganze Jahr über je nach Veranstaltung mit Wärme und Kälte versorgt werden. Der Umbau erfolgt im laufenden Betrieb und stellt die umfangreichste Modernisierung der Betriebszentrale seit ihrer Inbetriebnahme im Jahr 1996 dar. Das Bauprojekt soll 2025 abgeschlossen sein.

Bei der Kälteversorgung setzt die Messe Berlin auf neuere, hochmoderne Anlagen, die das Gelände effizienter und klimafreundlicher klimatisieren als die bisher genutzten Maschinen. Bei der Wärmeversorgung werden verschiedene Wärmequellen kombiniert und sorgen damit für signifikante Energie-, CO2- und Kosteneinsparungen. Zudem soll die Unabhängigkeit von einzelnen Energieträgern erhöht werden. Nach dem Umbau startet ein Energieliefer-Contracting über 15 Jahre, durch das die Messe Berlin von stabilen Preisen und Planungssicherheit profitiert.

Bei der Wärmeversorgung soll eine neue Holzpelletkessel-Anlage einen großen Teil der bisherigen erdgas- und ölbasierten Wärmeversorgung übernehmen. Nach Beendigung der Bauarbeiten wird mindestens 50 Prozent der Wärme CO2-neutral aus regenerativen Energien erzeugt. Umweltfreundliche und hocheffiziente Kraft-Wärme-Kopplung wird 25 Prozent der Wärme erzeugen. Weitere 25 Prozent werden zur Deckung der Spitzenlast weiterhin konventionell erzeugt.

Für die Kälteversorgung kommen ab sofort vier neue Kältemaschinen mit umweltfreundlichen Kältemitteln und ressourcenschonender Rückkühltechnik zum Einsatz. Zudem wird anfallende Abwärme zur Kälteerzeugung genutzt. Die neuen Kältemaschinen arbeiten bis zu 40 Prozent effizienter als bestehende, elektrisch angetriebene Schraubenkompressionskältemaschinen und zehn Mal effizienter als thermisch angetriebene Kältemaschinen (Absorber). Beide Maßnahmen zusammen werden insgesamt CO2-Emissionen im Umfang von 5.400 Tonnen pro Jahr einsparen.


Berlins größte Photovoltaik-Dachanlage bei der Messe Berlin

Gemeinsam mit den Berliner Stadtwerken laufen die Bauarbeiten für die neue Photovoltaik-Anlage auf den Hallendächern des Messegeländes seit September 2023. Insgesamt werden bis Ende 2024 auf 20 Dächern rund 8,5 Megawatt (MW) montiert, was die Photovoltaik-Anlage zur größten Anlage ihrer Art in Berlin und zu einer der größten Dach-Solaranlage Deutschlands macht.

Weitere Informationen: https://www.messe-berlin.de/de/presse/pressemitteilungen/news_14081.html?referrer=/presse/pressemitteilungen/#news-de-14081

6. Juni 2024




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