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Veranstaltungen in der Krise: Qualitätszirkel Veranstaltungs- und Eventstudium bewertet Lage

Die im Qualitätszirkel Veranstaltungs- und Eventstudium zusammengeschlossenen Lehrkräfte sehen derzeit mit großer Sorge die direkten und massiven Folgen der Corona-Krise für die deutsche Veranstaltungswirtschaft und Live-Kommunikations-Branche – und damit für die deutsche Wirtschaft insgesamt. Besonders problematisch ist die Situation laut QZVE-Sprecher Professor Dr. Bernd Schabbing, ISM International School of Management, aufgrund des personalintensiven Dienstleistungscharakters der Eventbranche, wie der Zirkel in einer Stellungnahme veröffentlicht hat.

Verluste durch die Corona-Krise betreffen demnach nicht nur Personen, die in dieser Branche arbeiten, sondern haben auch weitreichende Folgen, weil die Branche mit ihren Messen, Kongressen und Tagungen, aber auch mit ihren Incentives und Marketingevents eine erhebliche Bedeutung für den Erfolg der deutschen Wirtschaft und deren Image in der Welt hat. So ist Deutschland bisher weltweit unangefochten die Nummer eins bei den internationalen Messen und die Nummer eins bei Tagungen und Kongressen in Europa. Auch die starke Vernetzung und Impulskraft des Sektors für andere Branchen müsse berücksichtigt werden, was den Erhalt und die Stärkung dieses Segments auch aus Sicht von Multiplikationseffekten bedeutend macht. 

Zu diesem Erfolg der Branche trägt auch die deutsche Hochschullandschaft bei, wie Beiratsmitglied Prof. Dr. Cornelia Zanger von der TU Chemnitz betont:

„Als Forscher beschäftigen wir uns intensiv mit der Wirkung von Messen und Marketingevents und tragen mit den Forschungsergebnissen zu deren Verbesserung und damit auch zum weltweiten Erfolg des Standortes Deutschland bei. Veranstaltungen im geschäftlichen Umfeld sind unverzichtbar für den Erfolg unserer Wirtschaft. Das ist wissenschaftlich nachgewiesen.“

Die Veranstaltungswirtschaft gehört zu den wichtigsten Dienstleistungsbranchen in Deutschland. Hochschulen und Ausbildungsunternehmen haben dafür hochqualifiziertes Personal ausgebildet. Die Fachkräfte in der Event- und Messebranche und die Aus- und Weiterbildung für diesen Bereich sollten unbedingt erhalten bleiben und während der Corona-Pandemie staatlich unterstützt werden. Dies gelte umso mehr, als aktuell und in naher Zukunft zur Bewältigung der wirtschaftlichen Krise erlebnisorientierten Formaten und den entsprechenden Spezialisten für deren Konzeption und Realisierung noch höhere Bedeutung zukomme. Die Mitglieder des Qualitätszirkels Veranstaltungs- und Eventstudium fordern in ihrer Stellungnahme daher die Bundes- und Landesregierungen, aber auch die Kommunen und Kreise und andere geeignete öffentliche Träger und Stellen, auf, schnell und umfassend durch Förderprogramme und sonstige spezifische Unterstützungsleistungen dafür zu sorgen, dass diese Branche und ihre Infrastruktur erhalten bleiben – auch für die aktuelle Bewältigung der Krise.

Für den Qualitätszirkel unterzeichneten die Stellungnahme Prof. Dr. Bernd Schabbing (Sprecher), Prof. Dr. Cornelia Zanger (Beirat) und Prof. Dr. Stefan Luppold (Beirat). // 17.04.2020


Qualitätszirkel Veranstaltungs- und Eventstudium
Der QZVE ist ein Zusammenschluss von Hochschulen mit ausgewiesenen Eventstudiengängen sowie von Lehrkräften und Fachleuten aus der Berufspraxis. Sein Ziel ist die Sicherung von Qualitätskriterien für das Eventmanagement-Studium. Eventverbände wie der FAMAB, AUMA, VPLT und EVVC sind Mitglieder des Zirkels, außerdem Lehrende u.a. der Dualen Hochschule Baden-Württemberg, Hochschule für angewandtes Management, Hochschule Hannover, Hochschule Osnabrück, Hochschule Worms, ISM International School of Management GmbH, IST Hochschule für Management Düsseldorf, IST-Studieninstitut GmbH, Technischen Hochschule Mittelhessen und der Technischen Universität Chemnitz.

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