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Neue Studie: Luftqualität in Messehallen unbedenklich

Die Indoor-Air war eine der drei Frankfurter Messen, auf denen ein Forscherteam die Raumluft untersuchte. Gemessen wurde in der jetzt veröffentlichten Studie die CO2-Konzentration. Ergebnis: Messeluft ist unbedenklich.

In Messehallen besteht eine gut gemischte Raumluft, die keine erkennbaren lokalen Anreicherungen enthält. Dies zeigt eine Studie der Messe Frankfurt, die gemeinsam mit einem Forscherteam vom Lehrstuhl für Gebäude- und Raumklimatechnik, E.ON Energieforschungszentrum, der RWTH Aachen und der Heinz Trox Wissenschaft gGmbH in der zweiten Hälfte des Jahres 2021 durchgeführt wurde. Dazu wurden drei Messen in den Hallen 3 und 12 der Messe Frankfurt messtechnisch begleitet, die Indoor-Air, die Formnext und die Food Ingredients (Fi) Europe.

Die Studie wählte als Indikator für die Belastung der Raumluft die CO2-Konzentration, da auch die in der Pandemie bedeutsamen und potenziell mit Viren belasteten Aerosole analog zu CO2 bei der Atmung abgegeben werden. Ziel sollte sein, einen CO2-Wert von 1.000 ppm (Anteile pro Million) nicht zu überschreiten. Als hygienisch inakzeptabel gilt die Raumluft ab 2.000 ppm.
Alle gemessenen CO2- Konzentrationen lagen durchgehend und deutlich unterhalb von 1000 ppm.

Mit zum Teil knapp über 400 ppm hatten die gemessenen Werte annähernd Außenluftqualität. Mit einem Maximalwert von 835 ppm am besucherstärksten Tag konnte außerdem nachgewiesen werden, dass mit den durch die Messe Frankfurt vorgegebenen Luftmengen eine gute und hygienisch unbedenkliche Luftqualität über alle Messetage garantiert werden konnte. Mit ergänzenden Schutz- und Hygienemaßnahmen kann daher auch während einer Pandemie von einem sicheren Messebetrieb ausgegangen werden. In Verbindung mit weiteren Maßnahmen aus einem abgestimmten Hygienekonzept spricht daher aus lüftungstechnischer Sicht nichts gegen eine Durchführung von Messen. Die Luftqualität kann und sollte dabei aber immer durch die Messung der CO2-Konzentration kontinuierlich überwacht werden.

Die Messungen erfolgten in der Zu- und Abluft der raumlufttechnischen Anlagen und zusätzlich mit weiteren 22 Sensoren in Kopfhöhe der Besucher kontinuierlich während des Messebetriebs an Säulen in Gang- und Standnähe sowie in Randbereichen der Hallen. // 27. April 2022

Weitere Informationen: https://doi.org/10.18154/RWTH-2022-01845




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