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6. Januar 2023Inter­national

UFI: Fünf Trends für 2023


Ausgehend von einem Jahr mit fortgesetzter Pandemie und einem Krieg in Europa sowie Inflationsraten wie seit einer Generation nicht mehr werde auch das Jahr 2023 kein „business as usual“. Davon geht der Weltverband der Messewirtschaft UFI aus, der im Dezember 2022 seine Branchenumfrage „Five Trends to Watch“ veröffentlicht hat. Fünf Hauptthemen werden laut Kai Hattendorf, Geschäftsführer der UFI, in den kommenden 12 bis 15 Monaten die Messewirtschaft weltweit prägen:

Verdoppelung der Kundenorientierung. Wichtig wird, dass die Messebranche sich auf das konzentriert, was sie am besten kann: Marktplätze aufbauen und betreiben. Wichtiger noch als in den Wachstumsjahren werde es, sich auf die Kunden zu konzentrieren und dafür zu sorgen, dass sie eine erfolgreiche Messe haben und dort die richtigen Kontakte finden.

Die Klimakrise kommt. Zum einen werden die extreme Witterungsbedingungen immer häufiger dazu führen, dass Veranstaltungen abgesagt oder verschoben werden, und sie werden einige Menschen von der Teilnahme abhalten. Messe-Kunden müssen zunehmend ihre eigenen Klima-Ziele erreichen, und das wird ihre Art und Weise, an Messen teilzunehmen, beeinflussen. Die Messewirtschaft werde also ihre Anstrengungen für emissionsneutrale Veranstaltungen weiter verstärken und auch kommunizieren müssen, damit diese für die Unternehmen eine umweltfreundliche Option sind.  Die Branche muss zeigen, dass Business-Events ein Teil der Lösung für die Klimakrise sind. Das werde möglich, wenn die Kohlenstoffbelastung durch die Teilnahme an den Messen mit dem Kohlenstoff-Fußabdruck vergleichbar gemacht wird, der erforderlich ist, um die gleiche Menge an Geschäften ohne zwei oder drei Tage auf einer Messe zu generieren, etwa durch das Entwickeln von Kohlenstoff-Aggregatmessungen für Veranstaltungen.

Mehr Daten, weniger Hype. Die Entwicklung von Messen wird immer mehr von Daten und Erkenntnissen bestimmt. Die Zukunft ist digital und die Branche ist Teil davon. Was manche immer noch als hybride Veranstaltungen bezeichnen, ist eigentlich der intelligente Einsatz von Technologie und Daten, um die Face-to-Face-Marktplätze für Käufer und Verkäufer auf und neben der Messefläche erfolgreicher zu machen. 2023 wird der Hype um "hybride Veranstaltungen" oder "Metaversen", der durch das Marketing von Start-ups oder Silicon-Valley-Konglomeraten angeheizt wurde, an Dampf verlieren. Die Menschen werden das nutzen, was für sie tatsächlich funktioniert. Das werde weniger glamourös, aber effizient sein.

Stellenbesetzung bleibt entscheidend. Die Branche sucht Personal und verstärkt ihre Teams. Denn die Messewirtschaft braucht neue Fähigkeiten, neue Talente und neue Perspektiven. Bei der Suche nach Personal werde entscheidend, dass die Branche sich besser verkaufen muss. Kommunikationskern muss sein, dass die Messewirtschaft Branchen und Netzwerke aufbaut. Die Messewirtschaft schafft Sinnhaftigkeit und ist daher eine der attraktivsten Branchen der Welt. Das müsse weltweit kommuniziert werden.

Den Wandel beschleunigen. Während der Pandemie habe die Branche gelernt, sich anzupassen. Es wurde experimentiert und aus Erfolgen und Misserfolgen gelernt. Seitdem habe sich die Lage ein wenig normalisiert: Die Kunden kommen wieder zu den Messen und sind im Allgemeinen zufrieden. Sinnvoll sei, nun den Schwung und die Dynamik der veränderungsgewohnten Teams zu nutzen. Die Teams treffen mehr datengestützte Entscheidungen und sind offen dafür, voneinander zu lernen. Dies werde mehr zu neuen Ideen, neuen Formaten, neuen Markteinführungen, Fusionen, Übernahmen und anderen Entwicklungen führen und die Branche weiterhin vorantreiben. // 5. Januar 2023

Weitere Informationen: http://blog.ufi.org/2022/12/06/december-2022-a-message-from-the-ceo/




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