Der Messemarkt

​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​Messen geben dem internationalen Handel mit Gütern und Dienstleistungen wesentliche Impulse. Sie sind wichtige Marketinginstrumente in der Business-to-Business-Kommunikation von Unternehmen und intensivieren den Wettbewerb und den Handel in nahezu allen Wirtschaftsregionen der Erde. Dadurch sorgen sie für Wachstum und Beschäftigung. Die Globalisierung der Wirtschaft und die verstärkte Markenorientierung tragen dazu bei, dass die Bedeutung solcher Branchen-Marktplätze mit Weltbedeutung in Zukunft weiterwächst. ​Messeveranstalter entwickeln sich dabei immer mehr zu umfassenden Marketingpartnern der Wirtschaft.

Das Messenspektrum reicht von Spezialmessen für fast jede Branche in hochentwickelten Ländern bis hin zu Universalmessen in Entwicklungsländern. Nach Angaben des internationalen Messeverbandes UFI gibt es weltweit rund 1.200 Messeplätze und 31.000 Messen pro Jahr. Zusammen bieten sie eine Hallenfläche von über 34,8 Mio. Quadratmetern – das entspricht einer Fläche von 460 Fußballfeldern. Auf jährlich über 31.000 Messen treffen sich rund 4,4 Mio. Aussteller und mehr als 260 Mio. Besucher. Deutschlands Anteil am Weltmessemarkt beträgt knapp 10 Prozent. 

 

Funktionen von Messen

Messen haben von allen Marketinginstrumenten das mit Abstand breiteste Funktionsspektrum. Es umfasst die Bereiche Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft und Gesellschaft.​
 

Marketing-Funktionen​

Messen dienen dem Aufbau und der Pflege von Kundenbeziehungen, der Suche nach Partnern und Personal sowie der Positionierung des Gesamtunternehmens. Messen sind Testmärkte für neue Produkte und damit auch Marktforschungsinstrumente. Auf Messen kann man den Bekanntheitsgrad des eigenen Unternehmens erhöhen, die Wettbewerbssituation analysieren und den Absatz von Produkten und Dienstleistungen vorbereiten. Deshalb kann sich für ein junges Unternehmen allein schon der Besuch einer Messe lohnen, wenn es sich beispielsweise in einem frühen Stadium der Markterschließung befindet.​

Gesamtwirtschaftliche Funktionen

Die Durchführung von Messen nützt den beteiligten Ausstellern und Besuchern, aber auch der Wirtschaft im Einzugsgebiet der Messestadt und im gesamten Land. Von dieser Sekundärwirkung profitieren Insbesondere Hotellerie und Gastronomie und Verkehrsunternehmen. Das Gleiche gilt aber auch für Serviceunternehmen, die für Messeveranstalter und Aussteller wertvolle Dienstleistungen erbringen, wie Standbau, Messelogistik, Dolmetscher- und Hostessendienste. Die regionalwirtschaftlichen Effekte machen bei stark international ausgerichteten Messeplätzen das Fünf- bis Siebenfache vom dort erzielten Veranstalterumsatz aus. Gerade in mittelständischen Unternehmen sichern Messen damit viele regionale Arbeitsplätze.

 

Gesellschaftliche Funktionen

Messen sind seit jeher auch Umschlagplätze des Wissens – verarbeitete, veredelte und in den richtigen Kontext platzierte Information. Denn in unserer heutigen wissensbasierten Gesellschaft sind Informationen zur entscheidenden Ressource geworden. Deren Produktion, Auswahl, Filterung und Kanalisierung wird damit zu einer der wichtigsten Beschäftigungen in einer Volkswirtschaft. Immer häufiger werden aus diesem Grunde messebegleitende Kongresse und kongressbegleitende Ausstellungen als reaktionsschnelle und anschauliche Formen der Wissensvermittlung durchgeführt.




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