Die Messen und Events der Messe München leisten einen erheblichen Beitrag zur wirtschaftlichen Wertschöpfung in Deutschland. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Kaufkraftstudie des Forschungsunternehmens Prognos. Demnach erzeugen Messen und Kongresse am Standort in einem durchschnittlichen Veranstaltungsjahr einen gesamtwirtschaftlichen Effekt von 4,45 Milliarden Euro und sichern bundesweit rund 34.400 Arbeitsplätze.
Im Vergleich zur vorherigen Erhebung aus dem Jahr 2019 haben sich die Effekte deutlich erhöht. Damals lag der bundesweite Umsatzimpuls bei 3,29 Milliarden Euro, die Zahl der gesicherten Arbeitsplätze bei 27.000. Damit entspricht die aktuelle Entwicklung einem Zuwachs von 35 Prozent bei den Umsätzen und 26 Prozent bei der Beschäftigung. Maßgebliche Treiber sind ein gestiegener Anteil internationaler Aussteller und Besuchender sowie stabile Teilnehmerzahlen am Messeplatz München.
Die positiven Effekte zeigen sich auf verschiedenen Ebenen. In München entstehen 17.600 Arbeitsplätze, in Bayern insgesamt 24.800. Bundesweit profitieren besonders messenahe Dienstleistungen sowie das Hotel- und Gastgewerbe. In der bayerischen Landeshauptstadt hängen rund 7.700 Jobs mit Bereichen wie Standbau, Logistik, Technik oder Catering zusammen, weitere 5.000 Arbeitsplätze entfallen auf das Gastgewerbe. Zudem generieren Messen und Kongresse jährlich rund 1,7 Millionen Übernachtungen in München.
726 Millionen Euro Steuereinnahmen durch Messen
Auch die öffentlichen Haushalte profitieren von den Aktivitäten: Die veranstaltungsinduzierten Steuereinnahmen summieren sich auf 726 Millionen Euro. Davon entfallen 47 Millionen Euro auf die Stadt München, 266 Millionen Euro auf das übrige Bayern und 69 Millionen Euro auf andere Bundesländer. Der Bund erhält mit 344 Millionen Euro den größten Anteil.
Rund die Hälfte der wirtschaftlichen Effekte konzentriert sich auf München, etwa 20 Prozent auf das übrige Bayern und 30 Prozent auf andere Regionen Deutschlands. Neben der Landeshauptstadt zählen insbesondere die Landkreise Freising und München zu den größten regionalen Profiteuren.
Internationalisierung erweist sich als zentraler Faktor für die steigende Wirkung. Zu den wachstumsstärksten Aussteller- und Besucherländern zählen unter anderem China, Indien, die Türkei, Saudi-Arabien und Singapur. Die höhere Internationalität geht häufig mit längeren Aufenthalten einher und verstärkt so die Kaufkrafteffekte vor Ort.
Im deutschlandweiten Vergleich nimmt der Messeplatz München eine führende Rolle ein. Mit einem Anteil von rund 15 Prozent an den gesamten wirtschaftlichen Effekten der deutschen Messewirtschaft zählt er zu den bedeutendsten Standorten. Grundlage der Studie sind umfangreiche Befragungen von mehreren tausend Ausstellern und Besuchenden auf verschiedenen Veranstaltungen in den Jahren 2024 und 2025.
Weiterer Informationen: https://www.messe-muenchen.de


