Coronavirus: Aktuelle Informationen

3. Dezember 2020Messe­wirtschaft

Zur Lage der deutschen Messewirtschaft

Eine Vielzahl der Messen 2020 musste abgesagt werden, weil die unsicheren Rahmenbedingungen keine Planungssicherheit für Aussteller und Veranstalter boten, aber auch direkt aufgrund behördlicher Anordnungen. Für eine Reihe von Messen haben die Veranstalter Terminverschiebungen in das Jahr 2021 sowie 2022 beschlossen. Mehr als 70% aller für das Jahr 2020 geplanten Messen in Deutschland (insgesamt 368) wurden abgesagt oder verschoben.

Der AUMA bietet in seiner Messedatenbank unter www.auma.de/Terminaenderungen aktuelle Informationen über Terminverschiebungen und Absagen von Messen. Sobald uns Änderungen bekannt werden, werden die Daten aktualisiert. Weitere Informationen über Messen im In- und Ausland sind beim jeweiligen Veranstalter abrufbar. Nutzen Sie für Ihre Messeplanung auch die AUMA-Daten zu den nächsten Messen in Deutschland und im Ausland.

Die Absage von Messen hat nicht nur für die direkt involvierten Akteure wie Aussteller, Besucher, Dienstleister und Veranstalter Einbußen zur Folge, sondern auch gravierende gesamtwirtschaftliche Folgen. Betroffen sind u.a. Hotellerie, Gastronomie, Transportgewerbe etc. Die gesamtwirtschaftlichen Folgen durch die Absage von Messen bewegen sich laut Berechnungen des Instituts der Deutschen Messewirtschaft bei 21 Mrd. Euro; 173.000 Arbeitsplätze sind gefährdet und 3,4 Mrd. Euro weniger Steuern werden eingenommen.

Regelungen der Bundesländer zu Messen

Laut Beschlüssen von Bund und Ländern vom 28.10.2020 zur Eindämmung der Corona-Pandemie sind vom 2.11. bis Ende November 2020 unter anderem Messenzu schließen. Eine Übersicht über die für Messen geltenden konkreten Regelungen und Voraussetzungen finden Sie hier: Regelungen und Fristen zur Durchführung von Messen in den Bundesländern

Messen in Coronazeiten

Nach fast sechs Monaten Corona-bedingtem Stillstand sind im September und im Oktober 2020 wieder größere reale Messen in Deutschland durchgeführt worden. Rund 20 Veranstaltungen haben ohne Probleme und mit gutem Erfolg stattgefunden. Darunter waren Publikumsmessen mit internationaler und regionaler Ausstrahlung ebenso wie Fachbesuchermessen mit regionalem bis nationalem Einzugsgebiet und internationaler Beteiligung. Rund 270.000 Besucher dokumentierten das starke Interesse an den Messen in den ersten beiden Monaten nach dem Neustart.

Messen sind Business-Plattformen und essentiell, um die Wirtschaft zügig und nachhaltig wieder in Gang zu bringen. Sie sind nicht mit Volksfesten, Open-Air-Festivals oder Sportveranstaltungen mit hohen Besucherzahlen zu vergleichen. Denn auf Messen können Hygiene- und Abstandskonzepte die Gesundheit der Messeteilnehmer schützen, wie auch die jetzt durchgeführten Messen beweisen. Alle Informationen zu den Hygiene- und Abstandskonzepten auf Messen in Deutschland.

Reisebestimmungen für Messeteilnehmer

Für Messeteilnehmer aus dem Ausland gilt seit Ende September 2020 eine Ausnahmeregelung, nach der Messeteilnehmer als Geschäftsreisende mit wichtigem Grund trotz allgemeiner Reisebeschränkungen weltweit aus dem Ausland einreisen dürfen. Was ausländische Aussteller und Besucher vor der Einreise nach Deutschland konkret beachten müssen, finden Sie hier.

Messeteilnehmer aus Deutschland, die an einer Messe in Deutschland teilnehmen wollen und aus einem deutschen Risikogebiet kommen, sollten sich ebenfalls vor Reisebeginn über die gültigen Bestimmungen am Messeort informieren. Für sie gilt allerdings grundsätzlich kein Beherbergungsverbot, da die Länder beschlossen haben, dass dieses Verbot nur für touristische Reisende gilt. Mehr Informationen hierzu unter Reisebestimmungen für Messeteilnehmer aus Deutschland.

Wirtschaftshilfen der Bundesregierung

Die zeitweise Untersagung von Messen und andere Corona-bedingte Maßnahmen zur Kontaktbeschränkung im Jahr 2020 haben bei vielen Unternehmen der Messe- und Eventwirtschaft gravierende Einbußen zur Folge. Deshalb stellt der Bund seit dem Frühjahr umfangreiche Unterstützungshilfen zur Verfügung, die sukzessive ergänzt und aufgestockt werden. Hier finden Sie einen Überblick zu den staatlichen Coronahilfen.




Besonnenes Handeln und Solidarität in der Veranstaltungswirtschaft!

Der AUMA unterstützt die Initiative der Interessengemeinschaft Veranstaltungswirtschaft (IGVW). Lesen Sie hier unser gemeinsames Statement!





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