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20. Oktober 2021Forschung

Ifo-Umfrage: Aussteller setzen weiterhin auf reale Messen

Präsenzmessen werden auch künftig für die Aussteller von zentraler Bedeutung sein. Sie werden jedoch stärker um virtuelle Veranstaltungsformate ergänzt werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Analyse des ifo-Instituts zur Messebranche vor, während und nach der Corona-Pandemie, die jetzt im ifo-Schnelldienst veröffentlicht wurde. Die Basis der Umfrage waren Antworten von mehr als 2.000 Unternehmen, darunter fast 1.600 Unternehmen aus dem verarbeitenden Gewerbe und mehr als 530 aus dem Großhandel. Die Aussteller wurden zu ihrem generellen künftigen Messebeteiligungsverhalten befragt.

Jörn Holtmeier, Geschäftsführer des Verbands der deutschen Messewirtschaft AUMA kommentierte die Umfrage: „Ifo zeigt eindrucksvoll: Aussteller setzen weiterhin auf reale Messen. Auch Aussteller mit virtueller Messeerfahrung wollen wieder auf physische Messen. Die hohe Zahl ausländischer Aussteller bei den ersten Messen in Deutschland zeigt eindrucksvoll die Spitzenstellung unseres Messeplatzes in der Welt. Die Branche musste schon immer extrem flexibel sein. Mit der Pandemie haben Messen ein weiteres Mal bewiesen, dass sie Wandel können. Wir haben schnell gelernt: Real wird künftig digital verlängert. Die Veranstalter können auf großes Wissen und Können als Macher der meisten Welt-Leitmessen setzen. Die Messewirtschaft brennt für den Neustart.“

Der Bericht zeigt außerdem, dass die deutsche Messewirtschaft zu den am stärksten von der Corona-Krise betroffenen Branchen zählt. Die Messeplätze in Deutschland waren zwischen März 2020 und September 2021 zu bald 19 Monaten Stillstand gezwungen. Das führte bei den Messeveranstaltern selbst zu 70 Prozent Umsatzverlust allein 2020. Der gesamtwirtschaftliche Schaden bis heute liegt bei 42 Milliarden Euro. Für 2021 zeichnet sich erneut ein dramatischer Verlust ab: Stand Ende September mussten über zwei Drittel der 380 für 2021 geplante Messen aus dem Programm genommen werden. Ein Jahr ohne Messen bedeutet auch wirtschaftliche Einbußen bei mehr als 40 Prozent der ausstellenden Industrieunternehmen. Kleineren Unternehmen fällt es nachweisbar immer schwerer, durch Messeabsagen entgangene Aufträge zu kompensieren, so der Bericht.

Weitere Informationen: https://www.ifo.de/DocDL/sd-2021-10-penzkofer-messen.pdf




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