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16. Dezember 2016Recht

Iranische Aussteller und Besucher in Deutschland: Visa-Beantragung immer noch problematisch

Nach wie vor ist die Terminsituation zur Beantragung eines Visums an der deutschen Botschaft in Teheran sehr angespannt. Iranische Aussteller und Besucher haben häufig Schwierigkeiten, rechtzeitig vor Messebeginn einen Termin zur persönlichen Vorsprache in der Botschaft und damit rechtzeitig ein Visum für die Reise nach Deutschland zu bekommen. In der Vergangenheit kam es bereits häufiger vor, dass wichtige Aussteller und Besucher aus dem Iran nicht an Messen in Deutschland teilnehmen konnten, weil es nicht möglich war, rechtzeitig ein Visum zu bekommen. Der AUMA hat auf die Problematik beim Auswärtigen Amt, anlässlich des Wirtschaftstags der Botschafterkonferenz gegenüber dem Botschafter persönlich und auch gegenüber der Leiterin der Visastelle in Teheran hingewiesen und darum gebeten, bei Messevisa-Anträgen die extreme Relevanz einer fristgerechten Visaerteilung vor Messebeginn zu berücksichtigen. 

Dass sich die Situation verbessert, ist aber leider nicht absehbar: So meldet die AHK in Teheran, dass künftig alle Sonderkontingente, auch das der AHK Iran, auf Weisung des Auswärtigen Amtes Berlin ab 01.01.2017 eingestellt werden.

Ab sofort müssen zudem längere Wartezeiten einkalkuliert werden. Antragsteller sollen sich auf Wartezeiten von sechs bis acht Wochen für eine Terminvereinbarung zur Visaantragstellung einstellen. Hinzu kommt die Bearbeitungszeit eines Schengen-Antrages von ca. zwei bis drei Wochen. Ausnahmen vom Terminsystem können, so die Botschaft, nur aus humanitären Gründen und in äußersten Notfällen gemacht werden.

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