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4. Februar 2021Inter­national

Messeumsatz im Jahr 2020 weltweit um fast drei Viertel gesunken

 

Die weltweite Messebranche hofft nach dem Corona-bedingen Umsatzeinbruch im Jahr 2020 auf den Neu-Start in diesem Jahr. Dies geht aus der Umfrage „Global Exhibition Barometer“ hervor, die der Weltmesseverband UFI mit Sitz in Paris Ende Januar 2021 herausgegeben hat. Teilgenommen haben 457 Messeveranstalter aus 64 Ländern und Regionen. „Die Botschaft der globalen Branche ist klar: 2020 war ganz einfach schrecklich. Die Pandemie hat die meisten Aktivitäten auf der ganzen Welt für mehrere Monate gestoppt, und global gesehen ist der Umsatz unserer Branche um fast drei Viertel gesunken.", sagte UFI-Geschäftsführer Kai Hattendorf.
 
Laut UFI-Studie meldeten zwischen April und August 2020 mehr als die Hälfte aller weltweiten Messe-Unternehmen keine Aktivitäten, erst ab September nahm die Mehrheit der Unternehmen ihren Geschäftsbetrieb wieder auf, wenn auch auf reduziertem Niveau. Mit Blick auf das Jahr 2021 sehen 10% der Messe-Unternehmen eine Rückkehr zum Normalbetrieb im Januar 2021, 37% im Juni 2021. Ausschlaggebend dafür ist das Wiedereröffnungsdatum von Messen im jeweiligen Land. In allen Regionen erwarten die Unternehmen, dass sowohl lokale als auch nationale Messen bis Ende Juni 2021 wieder geöffnet werden, wobei internationale Messen wohl erst in der zweiten Jahreshälfte wieder in Betrieb gehen. Bis dahin arbeiten die veranstaltenden Unternehmen weltweit daran, digitale Lösungen anzubieten.

Als wichtigste Voraussetzung für ein erfolgreiches Comeback von Messen nennen 64% der Unternehmen die Bereitschaft der ausstellenden Unternehmen und der Besucher, an Messen weiterhin teilzunehmen. Die Aufhebung der aktuellen Reisebeschränkungen wird von 63% genannt, und die Aufhebung des Lockdowns nennen 52% der Befragten.
 
Insgesamt profitierten 44% der Unternehmen im vergangenen Jahr von öffentlicher finanzieller Unterstützung in unterschiedlichem Umfang; für die Mehrheit betraf dies weniger als 10% ihrer Gesamtkosten für 2019. 54% der Unternehmen mussten ihre Belegschaft reduzieren, die Hälfte davon um mehr als 25%. 10% der Unternehmen müssen eine dauerhafte Einstellung des Betriebs in Erwägung ziehen, wenn es in den nächsten sechs Monaten keine Geschäftstätigkeit gibt.
 

Branche erzielte 2020 rund ein Viertel der Umsätze des Vorjahres

Der Umsatzrückgang für 2020 war für Unternehmen in Mittel- und Südamerika sowie im Nahen Osten und Afrika am höchsten: Sie erreichten nur 23% bzw. 24% des Umsatzniveaus von 2019. Unternehmen im asiatisch-pazifischen Raum erzielten 27%, Europa 32% und Nordamerika 36%. Nach Berechnungen des AUMA liegen die Umsatzverluste in Deutschland mit rund 70% etwa auf dem europäischen Durchschnitt.

Die Perspektiven für 2021 sind für alle Regionen recht ähnlich: Sie erwarten für das erste Halbjahr 2021 zwischen 32% und 37% des Vorjahresumsatzes und für das gesamte Jahr 2021 zwischen 55% und 60%.
 
In Bezug auf zukünftige Messeformate zeigen die Antworten der Studienteilnehmer, dass 64% (im Vergleich zu 57% vor sechs Monaten) zuversichtlich sind, dass "COVID-19 den Wert von Face-to-Face-Veranstaltungen bestätigt". Das deutet auf die Erwartung hin, dass sich der Sektor schnell erholen wird. Die Studie zeigt zwei signifikante regionale Unterschiede in Bezug auf mögliche Trends, die das zukünftige Format von Messen bestimmen: So wurde der Aussage "COVID-19 bestätigt den Wert von Face-to-Face-Veranstaltungen" im Nahen Osten und Afrika (70%), im asiatisch-pazifischen Raum (69%) und in Europa (67%) stärker zugestimmt als in Nordamerika (55%) und Mittel- und Südamerika (53%). Bei der Aussage „virtuelle Veranstaltungen ersetzen physische Veranstaltungen“ gab es hingegen stärkere Gegenstimmen: 74% der Unternehmen in Europa stimmten dem nicht zu, verglichen mit nur 57% der Unternehmen aus Nordamerika.
 
Die nächste "UFI Global Exhibition Barometer"-Umfrage wird im Juni 2021 durchgeführt.
 
Weitere Informationen: www.ufi.org/research

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