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20. Oktober 2011Recht

Visa

​​​​​Visa-Informationssystem nimmt Betrieb auf


​Das Visa-Informationssystem (VIS) zum Austausch von Daten über Kurzzeit- Visa zwischen den EU-Mitgliedstaaten hat am 11. Oktober 2011 seinen Betrieb aufgenommen. Das VIS verbindet Botschaften und Konsulate in Nicht- EU-Staaten sowie alle Grenzstellen des Schengenraums mit einer zentralen Datenbank. Mit Hilfe von biometrischen Merkmalen, Fingerabdrücke und digitales Gesichtsbild, die eine Identifizierung des Visuminhabers erleichtern und Identitätsdiebstahl verhindern helfen, können Visaanträge künftig schneller bearbeitet werden. Mit VIS kann die Datenbank sowohl alphanumerisch durchsucht als auch Fingerabdrücke identifiziert und verglichen werden.

Zunächst ist der Einsatz von VIS auf die Auslandsvertretungen der EU-Staaten in nordafrikanischen Ländern beschränkt (Ägypten, Algerien, Libyen, Mauretanien, Marokko und Tunesien). Danach soll die Region Naher Osten (Israel, Jordanien, Libanon und Syrien) und die Golf-Region (Afghanistan, Bahrain, Iran, Irak, Kuwait, Oman, Katar, Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate und Jemen) hinzukommen. Ende des Jahres 2011 will die Kommission die anschließenden Erweiterungen festlegen.

Die Zahl der ausstellenden Firmen und Besucher aus Nicht-EU-Staaten ist in den letzten Jahren stark angestiegen. Im Vergleich von 2000 zu 2010 stieg beispielsweise die Zahl der auf internationalen Messen in Deutschland ausstellenden Unternehmen aus China von 2.837 auf 10.570, aus Indien von 1.592 auf 3.117 und aus der Türkei von 1.002 auf 2.456. Daher hat eine effiziente und termingerechte Erteilung von Geschäftsvisa für die Messewirtschaft eine immer größere Bedeutung gewonnen und ist gerade für den Erfolg von internationalen Messen ein wichtiger Faktor.

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