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18. Oktober 2021Recht

Aussteller und Besucher von Messen können einreisen

​letzte Änderungen

18.10.2021: Marokko, Algerien, Tunesien und Sri Lanka sind keine Hochrisikogebiete mehr
08.10.2021: Indonesien, Norwegen, Kolumbien und Kasachstan sind kein Hochrisikogebiete mehr. Lettland, Estland und die Ukraine sind Hochrisikogebiete
01.10.2021: Rumänien, Litauen und Weißrussland sind Hochrisikogebiete
 


Grundsätzlich können Messeteilnehmer aus dem Ausland nach Deutschland einreisen. Das gilt auch bei einer Einreise aus Hochrisikogebieten und Besuchern oder Ausstellern, die nicht gegen Corona geimpft sind.

Die Regeln im Überblick:


  • Bei der Einreise muss ein Nachweis über eine Impfung, Genesung oder Negativtest vorliegen.
  • Vor der Einreise aus einem Hochrisikogebiet ist eine digitale Registrierung erforderlich.
  • Für geimpfte Messebesucher und Aussteller gelten keine Quarantänepflichten.  
  • Ungeimpfte Messeteilnehmer aus Hochrisikogebieten können ohne Quarantänisierungspflichten für bis zu fünf Tage nach Deutschland kommen.
  • Als geimpft gelten nur Personen, die mit einem der vier in Deutschland anerkannten Impfstoffe vollständig geimpft wurden.


Hochrisikogebiete

Die Bundesregierung qualifiziert Länder entweder als kein Risikogebiet, als Hochrisikogebiet oder als Virusvariantengebiet (s.a. Länderlisten des Robert-Koch-Instituts und Ländersuche auf einreiseanmeldung.de). 

Die Risikogebiete Europas aus deutscher Sicht.
Weltweit gibe es aus deutscher Sicht einige Hochrisiko- aber keine Virusvariantengebiete. (Stand: 18.10.2021)


Einreiseregeln für Messeteilnehmende im Überblick:

Die Einreiseregeln hängen von dem Gebiet ab, aus dem eingereist wird.


Keine Quarantänepflicht für Messeteilnehmer

Geimpfte oder genesene Einreisende aus Hochrisikogebieten müssen nicht in Quarantäne, wenn vor der Einreise ein Nachweis über die vollständige Impfung oder die Genesung von einer Infektion über das Einreiseportal der Bundesrepublik (https://www.einreiseanmeldung.de) übermittelt wird. 

Die Corona-Einreise-Verordnung sieht vor, dass ungeimpfte Einreisende aus Hochrisikogebieten grundsätzlich für mindestens 10 Tage in Quarantäne müssen. Allerdings gelten für Messeteilnehmende nach § 6 Abs. 2 Nr. 1 c Ausnahmen:  Ausgenommen von der allgemeinen Quarantänepflicht sind nämlich Dienstreisende aus dem Ausland, wenn die Einreise nach Deutschland nachweisbar berufsbedingt zwingend notwendig und unaufschiebbar ist. Für sie besteht keine Quarantänepflicht, wenn sie für bis zu fünf Tage einreisen und ein negatives Testergebnis vorliegt. Der Test darf nicht früher als 48 Stunden vor Einreise bzw. unmittelbar bei der Einreise vorgenommen werden.

Messeteilnehmende sind Geschäftsreisende mit wichtigem Grund. Sie müssen bei der Visumbeantragung bzw. der Einreise nach Deutschland ihre Teilnahme an der Messe nachweisen:

  • Mitarbeitende von ausstellenden Unternehmen müssen eine Bestätigung des Messeveranstalters über ihre Messeteilnahme vorlegen.
  • Messebesucherinnen und Besucher müssen ihre Eintrittskarte zur Messe und zusätzlich eine Terminvereinbarung für einen Geschäftstermin mit mindestens einem Aussteller am Ort auf der Messe vorlegen.

Die Dokumente zum Nachweis der Messeteilnahme müssen während der Reise bei sich getragen werden.

Alternativ können sich ungeimpfte Messeteilnehmer auch direkt nach der Einreise in Quarantäne begeben und die Quarantäne frühestens nach fünf Tage mit einem Negativtest beenden. Danach ist der Aufenthalt dann nicht auf fünf Tage begrenzt.

Für Einrei
sen aus Virusvariantengebieten, die es derzeit nicht gibt, gilt stets eine 14-tägige Quarantänepflicht. 



Impfnachweis oder Negativtest bei Einreise Pflicht

Bei der Einreise nach Deutschland muss ein negatives Testergebnis, ein Impfnachweis oder ein Genesenennachweis vorliegen. Bei Einreisen aus Virusvariantengebieten ist zwingend ein negatives Testergebnis erforderlich. 

Der Testnachweis muss sich jeweils auf einen Test beziehen, der maximal 48 Stunden (bei Antigen-Tests) oder 72 Stunden (PCR-Test) zurückliegt. Für die Berechnung dieser Zeiträume ist der Zeitpunkt der Einreise maßgeblich. (s.a. FAQ des Bundesgesundheitsministeriums)

Die Liste der Impfstoffe und erforderlichen Impfdosen, die zu einem Geimpft-Status führen, ist hier erhältlich. Anerkannte Impfstoffe sind bisher: Johnson&Johnson, Moderna, Oxford/AstraZeneca und Pfizer/BioNTech. Nicht anerkannt sind hingegen die Impfstoffe Sinovac und Sputnik. Der Impf- und auch der Testnachweis können in digitaler oder Papier-Form in deutscher, englischer, spanischer, italienischer oder französischer Sprache erbracht werden.   


Einreiseanmeldung erforderlich bei Einreise aus Risikogebieten

Bereits vor der Einreise, müssen sich Einreisende aus Hochrisiko- und Virusvariantengebieten unter https://www.einreiseanmeldung.de registrieren und die Bestätigung bei Einreise mitführen. Die Bestätigung wird durch den Beförderer und gegebenenfalls zusätzlich durch die Bundespolizei im Rahmen einer Einreisekontrolle kontrolliert.

Weitere Informationen des Bundesgesundheitsministeriums


Bei Messen auch Einreise aus Nicht-EU-Staaten möglich

Da Messeteilnehmer Geschäftsreisende mit wichtigem Grund sind, gelten für sie nicht die Einreisebeschränkungen der EU. (s.a. Abschnitt III. Nr. 11 Communication of the Commission COM(2020) 686


Geschäftsvisa sind nach wie vor notwendig

Bürgerinnen und Bürger aus visumpflichtigen Ländern, die nach Deutschland einreisen, um eine Messe zu besuchen oder auf einer Messe auszustellen, benötigen nach wie vor ein Geschäftsreisevisum. Dabei sind Mitarbeitende von ausstellenden Unternehmen von der Visumgebühr befreit.   

Weitere Informationen vom AUMA 



Deutsche Messen sind international

Der besondere Wettbewerbsvorteil deutscher Messen ist ihre Internationalität: Messen holen die Weltmärkte nach Deutschland. Rund 60% der jährlich rund 180.000 ausstellenden Unternehmen kommen aus dem Ausland, ein Drittel davon aus Ländern außerhalb Europas. Von den 10 Mio. Besuchern reisen fast 30% aus dem Ausland an. Offene Grenzen und ein möglichst reibungsloser internationaler Reiseverkehr sind daher für die deutschen Messen von essentieller Bedeutung. Durch die Corona-Pandemie ist der internationale Reiseverkehr teilweise eingeschränkt. Daher müssen sich Messeteilnehmende aus dem Ausland vor ihrer Reise genau über die Einreisebedingungen informieren.


Messeteilnehmer aus Nicht-EU-Ländern haben eine hohe Bedeutung für den Messeplatz Deutschland. 

Aufgrund der dynamischen Infektions- und damit auch Rechtslage sollten sich Messeteilnehmende vor dem Reiseantritt immer über die aktuell für sie konkret geltenden Regelungen informieren. Die Informationen sollen als Service des AUMA nur erste Hinweise geben und erheben daher keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Trotz der Erstellung mit größtmöglicher Sorgfalt, wird keine Haftung für die inhaltliche Richtigkeit übernommen.

Stand: 18.10.2021










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