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20. Januar 2022Recht

Corona-Verordnungen der Länder: Was gilt für Messen?

Ob das Veranstalten von Messen rechtlich möglich ist, hängt stark davon ab, in welchem Bundesland die Messe stattfindet. Abhängig von der konkreten Infektionslage gelten unterschiedliche Zugangsvoraussetzungen. So kann der Zutritt zur Messe auf Besucher beschränkt sein, die geimpft oder genesen sind (2G-Regel). Teilweise kann auch zusätzlich ein Negativtest erforderlich sein (2Gplus-Regel). 

Für Fachbesuchermessen, die dienstlichen Zwecken dienen, gelten teilweise weniger strenge Regeln. So gilt in Nordrhein-Westfalen nur für Publikumsmessen eine Besucherobergrenze von 750, für Fachmessen hingegen nicht.  

Gerade für Messebesucher und Aussteller aus dem Ausland ist es wichtig, dass ein Zugang zur Messe auch mit einem Negativtest möglich bleibt, wie etwa in Nordrhein-Westfalen, wo bei Messen die 3G-Regel gilt. Denn Messeteilnehmer aus dem Ausland sind häufig mit Impfstoffen geimpft, die in Deutschland noch nicht anerkannt sind. 

Im März 2021 haben die deutschen Messen ein Leistungspaket für den Neustart vorgestellt, das eine sichere Teilnahme an Messen gewährleistet. Die deutschen Messeveranstalter konnten im Sommer 2020 und 2021 unter Beweis stellen, dass die mit den Gesundheitsämtern erarbeiteten Hygienekonzepte wirken (s.a. Hygienekonzepte deutscher Messen).   

Die Festlegung der Zulassungsvoraussetzungen für das Veranstalten von Messen wird in den Corona-Verordnungen der Länder geregelt. Die konkret in den Bundesländern jeweils geltenden Corona-Verordnungen mit den für Messen und Veranstaltungen einschlägigen Normen finden Sie in der Länderliste unten. 

letzte Aktualisierung: 20.01.2022


Landesregelungen zu Messen



Messen sind in wichtigen Messe-Ländern wie NRW und Hessen unter 3G-Bedingungen möglich.


Baden-Württemberg

Abhängig vom Vorliegen einer Warn- oder Alarmstufe gilt 3G (geimpft, genesen, getestet) bzw. 2G (geimpft, genesen) oder 2Gplus (geimpft oder genesen mit zusätzlichem Negativtest) für Besucher von Messen. Bei Alarmstufe II sind Messen verboten.

§14


https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/aktuelle-infos-zu-corona/aktuelle-corona-verordnung-des-landes-baden-wuerttemberg/



Bayern

Zugang zu Messen nur für Geimpfte und Genesene, die zusätzlich negativ getestet sind, möglich.


§ 4 Geimpft, genesen und zusätzlich getestet (2G plus)

https://www.stmgp.bayern.de/coronavirus/rechtsgrundlagen/



Berlin

Veranstaltungen in geschlossenen Räumen mit maximal 2000 Anwesenden gleichzeitig bei Einhaltung eines Hygienerahmenkonzeptes möglich.
Zugang nur für Geimpfte und Genesene mit Negativtest (2Gplus-Regel). Als geimpft gelten dabei aber auch Personen, die mit einem von der WHO anerkannten Impfstoff geimpft wurden. (§ 8 Abs. 2 Nr. 2)
Von der Testpflicht sind Personen mit Auffrischungsimpfung befreit. (§ 9a)
FFP2-Maskenpflicht auch am festen Platz.  

§ 11 Abs. 3


https://www.berlin.de/corona/massnahmen/verordnung/



Brandenburg

§ 7 2G-Zutrittsgewährung
Veranstalter dürfen nur geimpften und genesenen Personen Zutritt gewähren.

§ 11 Sonstige Veranstaltungen
Abs. 1  S. 2. Veranstaltungen in geschlossenen Räumen nur mit bis zu 100 gleichzeitig anwesenden Besuchern zulässig. In besonderen Einzelfällen mit bis zu 500 gleichzeitig anwesenden Besuchern möglich. 



B
remen

Teilnahme an Veranstaltungen nur für Geimpfte und Genesene (2G-Regel), bei Inzidenz über 350 sind Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Personen untersagt. 

§ 7


https://www.bremen.de/corona



Hamburg

Bei Messen gilt das 2Gplus-Zugangsmodell.

§ 13a Messen und Ausstellungen im Sinne der Gewerbeordnung


https://www.hamburg.de/verordnung/


Hessen

Für Fachbesuchermessen gilt die 3G-Regel und keine Kapazitätsbeschränkung.

Auslegungshinweise zu § 16 Abs. 2 CoronaSchVO Hessen:

Fachbesuchermessen, bei denen ausschließlich Fachbesuchende (bspw. mit Gewerbeschein oder
Handwerkszulassung) anwesend sind, fallen als dienstliche/geschäftliche Veranstaltungen unter § 16 Abs. 2. Für sie gelten die Kapazitätsbeschränkungen nicht. Ein Negativnachweis ist aufgrund der Arbeitsschutzregelungen des Bundes zu erbringen, es gilt die Maskenpflicht.

https://www.hessen.de/Handeln/Corona-in-Hessen


Mecklenburg-Vorpommern

§ 2 Abs. 29 Für die Durchführung von Messen nach § 64 Gewerbeordnung und Ausstellungen nach § 65 Gewerbeordnung besteht nach Genehmigung der zuständigen Gesundheitsbehörde im Sinne des § 2 Absatz 1 Infektionsschutzausführungsgesetz Mecklenburg-Vorpommern die Pflicht, die Auflagen der Anlage 29 einzuhalten. 3G-Regel, ein Besucher pro 10 Quadratmeter.

https://www.regierung-mv.de/corona/Verordnungen-und-Dokumente/

Anlage 29

Auflagen für Messen und Ausstellungen 


Niedersachsen

§ 11 a Messen sind unabhängig von der Geltung einer Warnstufe zulässig, soweit die Zahl der Besucherinnen und Besucher 50 Prozent der Personenkapazität der gesamten Einrichtung nicht überschreitet, max. 25.000 Teilnehmende. 3G-Regel, bei Warnstufe 1 oder 2 gilt 3G+ (geimpft, genesen, PCR-Test). Keine Beschränkung der Personenkapazität bei 2G-Regel. FFP2-Maskenpflicht bei Warnstufe. Bei Warnstufe 3 sind Messen unzulässig.

Bis 02.02.2022 gilt Warnstufe 3 ("Winterruhe"), so dass Messen unzulässig sind. 

§ 11 a Messen





Nordrhein-Westfalen

§ 4 Abs. 1 Nr. 5 Messen möglich mit 3G-Regel, soweit diese ausschließlich für gewerbliche Wiederverkäufer, gewerbliche Verbraucher oder Großabnehmer zugänglich sind.
§ 5 Publikumsmessen sind nur erlaubt, wenn sie im Normalfall auf einen gleichzeitigen Besuch von nicht mehr als 750 Personen ausgerichtet wären.
 
https://www.land.nrw/corona


Rheinland-Pfalz

§ 5 Veranstaltungen nur für Geimpfte und Genesene, die negativ getestet sind. (2Gplus-Regel) Maximal 1.000 Teilnehmende. 
 
https://corona.rlp.de/de/service/rechtsgrundlagen/ 


Saarland

§ 6 Abs. 2 Nr. 12 Teilnahme an Veranstaltungen im Innenbereich nur für Geimpfte und Genesene, die negativ getestet sind (2Gplus-Regel). Eine Nachweispflicht besteht nicht bei dienstlich, betrieblich, betriebsverfassungs- oder personalvertretungsrechtlich veranlassten Veranstaltungen und Zusammenkünften von Betrieben und Einrichtungen, die nicht nach dieser Verordnung untersagt sind; die jeweils geltenden Hygienevorschriften sind einzuhalten,...

https://www.saarland.de/DE/portale/corona/service/rechtsverordnung-massnahmen/rechtsverordnung-massnahmen_node.html


Sachsen

§ 12 Veranstaltungen, Feste, Großveranstaltungen und Messen
Großveranstaltungen, Messen, Feste und Veranstaltungen, insbesondere landestypische Veranstaltungen und Weihnachtsmärkte, sind untersagt.

https://www.coronavirus.sachsen.de/amtliche-bekanntmachungen.html



Sachsen-Anhalt

§ 10 Abs. 1 Messen sind zulässig, 3G-Regel

§ 10


​Ladengeschäfte, Messen, Ausstellungen, Märkte, Dienstleistungen der Körperpflege
(1) Ladengeschäfte jeder Art, Messen, Ausstellungen sowie Wochen-, Jahr- und
Spezialmärkte, insbesondere Weihnachtsmärkte, dürfen für den Publikumsverkehr
öffnen, wenn die allgemeinen Hygieneregeln und Zugangsbeschränkungen nach § 1
Abs. 1 sichergestellt werden. Besucher haben in geschlossenen Räumen einen
medizinischen Mund-Nasen-Schutz nach § 1 Abs. 2 zu tragen. Für gastronomische
Angebote der in Satz 1 genannten Einrichtungen gilt § 9 entsprechend. Die
Verantwortlichen von Messen, Ausstellungen sowie Jahr- und Spezialmärkten,
insbesondere Weihnachtsmärkten, dürfen nur Personen den Zutritt gewähren, die eine
Testung im Sinne des § 2 Abs. 1 mit negativem Testergebnis vorlegen oder durchführen
oder von der Testpflicht nach § 2 Abs. 2 ausgenommen sind. Darüber hinaus haben die
Verantwortlichen von Messen und Ausstellungen einen Anwesenheitsnachweis nach § 1
Abs. 3 zu führen. 




 

https://coronavirus.sachsen-anhalt.de/amtliche-informationen/


Schleswig-Holstein

§ 5 Abs. 1 Veranstaltungen mit mehr als 50 zeitgleich anwesenden Gästen innerhalb geschlossener Räume und mehr als 100 außerhalb geschlossener Räume sind unzulässig.

https://www.schleswig-holstein.de/DE/Schwerpunkte/Coronavirus/_documents/teaser_erlasse.html


Thüringen

§ 29 Abs. 2 Kongresse, Ausstellungen und Messen jeder Art sind in Präsenz vor Ort untersagt.  

https://www.tmasgff.de/covid-19/rechtsgrundlage








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